Die Stadt Scheinfeld erhöht die Preise für ihr Freibad. Der Einzeleintritt wird um 50 Cent angehoben, für einen Erwachsenen somit auf künftig 4,50 Euro (also um 12,5 Prozent), für ein Kind (ab sechs Jahren) auf künftig drei Euro (also um 20 Prozent).
Prozentual am stärksten wirkt sich die 50-Cent-Erhöhung auf die Abendkarten (Eintritt ab 18 Uhr) aus. Sie kosten künftig 2,50 bei Erwachsenen und zwei Euro bei Kindern, also ein Viertel beziehungsweise sogar ein Drittel mehr als bisher.
Auch die Mehrfachkarten (zwölf Eintritte zum Preis von zehn) verteuern sich entsprechend um fünf Euro. Die Preise der Saisonkarten steigen zwischen 16 Prozent (für Familien) und knapp 27 Prozent (für einen Erwachsenen).
Die letzte Erhöhung stammt aus dem Jahr 2017. Bürgermeister Claus Seifert befand: „Was nicht mehr sein darf: dass wir acht Jahre warten bis zur Preisanpassung.“ Er forderte, dass die Preise mindestens einmal je Wahlperiode auf den Prüfstand müssen. Die jetzige Erhöhung bleibe hinter der allgemeinen Preisentwicklung seit 2017 zurück, hieß es im Rat, der die neuen Tarife einstimmig absegnete.
Das Stadtoberhaupt machte aber nicht nur den Preisindex geltend, sondern auch den Umstand, „dass wir vielleicht das schönste Bad im Landkreis haben“. Insbesondere für Kinder und Senioren sei es „unschlagbar“ wegen des vergleichsweise warmen Wassers.
„Bei dem Bad kann man mal der teuerste im Landkreis sein“, fand auch CSU-Fraktionssprecher Theodor Schell. Allerdings warnte dritter Bürgermeister Dr. Berthold Krabbe (SPD) davor, all zu sehr über das Landkreispreisniveau hinauszugehen.
Zum Rabattgefüge merkte ÜWG-Sprecher Dr. Gerhard Heim an, dass es mittlerweile auch gut verdienende Rentner gebe. Krabbe konterte, es stehe jedem Rentner frei, auf seine Eintrittsermäßigung zu verzichten.
Der Start der Scheinfelder Freibadsaison ist für Samstag, 17. Mai, vorgesehen.
Bürgermeister Seifert informierte ferner, dass es im Herbst eine neue Auszubildende für den Bäderbetrieb geben werde.