Im Ruffenhofener Limeseum wurde ein Buch über die Römer vorgestellt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.06.2024 18:46

Im Ruffenhofener Limeseum wurde ein Buch über die Römer vorgestellt

In dieser Szene, im Buch das Kapitel 5, ist Rufus mit seiner Mutter unterwegs in Richtung des benachbarten Kastells nach Dambach. Bis heute ist das Aussehen des Kastells Dambach ungeklärt. (Illustration: Horst Rothe)
In dieser Szene, im Buch das Kapitel 5, ist Rufus mit seiner Mutter unterwegs in Richtung des benachbarten Kastells nach Dambach. Bis heute ist das Aussehen des Kastells Dambach ungeklärt. (Illustration: Horst Rothe)
In dieser Szene, im Buch das Kapitel 5, ist Rufus mit seiner Mutter unterwegs in Richtung des benachbarten Kastells nach Dambach. Bis heute ist das Aussehen des Kastells Dambach ungeklärt. (Illustration: Horst Rothe)

Auf den Spuren der alten Römer bewegt sich das neue Kinder- und Jugendbuch „Mit Rufus unterwegs am Limes“. Der Bezirk Mittelfranken stellte das Gemeinschaftswerk im Limeseum Ruffenhofen vor.

Mit Aussicht auf den Hesselberg und überschwemmte Wiesen begrüßte der Gerolfinger Bürgermeister Karl Fickel die Anwesenden im Ruffenhofener Limeseum. Hier stellten der Bezirk Mittelfranken, das Limeseum und die Mitwirkenden das Buch vor.

Über das Leben im Lagerdorf

Dr. Matthias Pausch, Archäologe und Leiter des Limeseums, hat die Geschichte des zehnjährigen Rufus, der um das Jahr 200 nach Christus im Lagerdorf eines römischen Kastells in Ruffenhofen aufwächst, geschrieben. Der Illustrator Horst Rothe lieferte die passenden Bilder zu den verschiedenen Szenen. Herausgegeben haben das Werk Museumsleiter Pausch und Andrea May von der Limesfachberatung des Bezirks Mittelfranken.

Das Buch nimmt auf 120 Seiten und mit 40 illustrierenden Zeichnungen in Rufus Alltag mit. Es gibt umfassende Einblicke in das Leben eines römischen Kindes in der herbstlichen Jahreszeit. Konzipiert ist es in erster Linie für Kinder und Jugendliche, aber auch Lehrkräfte können das Werk im Geschichtsunterricht der vierten bis sechsten Klassen einbringen.

Nicht nur typische Themen wie Kastellaufbau, Militär und Waffen werden behandelt, sondern Pausch geht auch viel auf die damalige Kultur und Lebensweise ein.

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Illustrationen von Horst Rothe

„Es wurde versucht, alles so authentisch wie möglich zu berichten“, schreiben die Herausgeber im Vorspann des Buches. In vielen Einzelfällen seien aber Details ungeklärt, heißt es weiter.

Matthias Pausch hatte zunächst erste Texte auf archäologischer Basis verfasst und sie Horst Rothe vorgelegt. Auf dieser Grundlage zeichnete der Illustrator dann die Geschichte des fiktiven Rufus. In die seine Texte lässt Pausch auch autobiografische Inhalte miteinfließen. So baut der Museumsleiter eigene Kindheitserinnerungen und kleine Anekdoten in die Handlungen des Jungen im Buch mit ein.

Immer wieder ergänzen gekennzeichnete Begriffserklärungen die Szenen, um sie verständlicher zu machen. Auf einer wird Seite nach dem Tod des Großvaters von Rufus der damalige Totenkult der Römer erläutert. Oft gibt es Seiten, bei denen die Lesenden zum Mitmachen eingeladen werden. Beispielsweise kann eine eigene Tunika gebastelt, ein typischer Kalender gestaltet oder es kann mittels Rezept eine römische Limonade nachgemacht werden.

Fotos aus dem eigenen Fundus

Auch der eigene Fundus des Limeseum ist mit Fotos abgebildet. So werden Funde aus der damaligen Zeit, zum Beispiel aus Dambach, Theilenhofen und Gnotzheim, im Buch gezeigt.

Der Fokus des Buches liegt auf kindgerechter und einfacher Sprache, meint die Verlegerin Dr. Annette Nünnerich-Asmus. Dabei sollen komplizierte Themen verständlich und leicht dargestellt werden.

Ganz bewusst ist das Buch im Querformat gehalten, erklärt sie weiter. Dadurch kommen die bunten Illustrationen und die verschiedenen Mitmach-Seiten zur Geltung, meint die Verlegerin.

Bei der Buchvorstellung dabei war auch Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster. Er lobte die kindgerechte Erzählweise, die sich im Buch wiederfindet. „Respekt, für die dauerhafte Arbeit“, sagte der stellvertretende Landrat Stefan Horndasch. Für ihn ist das Buch eine besondere Form, in der die Gesichte der Römer spannend und interessant weitergegeben wird.

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