Im Rezattal bei Ansbach wächst eine neue Allee mit 33 Bäumen | FLZ.de

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Im Rezattal bei Ansbach wächst eine neue Allee mit 33 Bäumen

Die alte Strecke neben dem im Juli gebauten Radweg von Neuses nach Wasserzell ist aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. (Foto: Winfried Vennemann)
Die alte Strecke neben dem im Juli gebauten Radweg von Neuses nach Wasserzell ist aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. (Foto: Winfried Vennemann)
Die alte Strecke neben dem im Juli gebauten Radweg von Neuses nach Wasserzell ist aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. (Foto: Winfried Vennemann)

Der marode Weg parallel zum im Juli 2025 sanierten Geh- und Radweg zwischen Neuses und Wasserzell wird jetzt doch renaturiert und mit 33 Bäumen bepflanzt. Das Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen” der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) macht es möglich.

Als man in den Stadtrats-Gremien beschloss, den Geh- und Radweg auf der Strecke der alten B13 zwischen Neuses und Wasserzell zu sanieren, verzichtete man darauf, den parallel verlaufenden Weg zu entsiegeln und zu renaturieren. Grund: Der bröcklige Asphalt enthält Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), und die Entsorgung der Schadstoffe hätte die Kosten in die Höhe getrieben. Begleitet von der heftigen Kritik der ÖDP-Fraktion beließ man es dabei, den nicht mehr verkehrssicheren Weg zu sperren.

Gleichzeitig machte man sich verwaltungsintern auf die Suche nach Förderprogrammen, die eine Renaturierung eventuell doch noch bezahlbar machen könnten. Man wurde fündig: Über das KfW-Förderprogramm „444 – NKK – Natürlicher Klimaschutz in Kommunen” ist es möglich, den Weg zu entsiegeln, naturnah zu begrünen und mit Bäumen zu bepflanzen. Die Förderquote beträgt – je nach Finanzkraft der Kommune – zwischen 80 und 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten.

Was wird gemacht? Die versiegelten Flächen – also der Asphalt und teilweise der belastete Boden – werden vollständig zurückgebaut und fachgerecht entsorgt. Noch vorhandene Bodenschichten werden aufgelockert, danach wird organischer Oberboden aufgebracht. Die Fläche wird dann mit Landschaftsrasen eingesät und es werden 33 Bäume gepflanzt. „Das wird eine schöne Allee”, wie CSU-Stadtrat Gerhard Sauerhammer im Bauausschuss bemerkte.

Hoffen auf 80 Prozent Förderung

In dem Gremium machte das Tiefbauamt folgende Rechnung auf: Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 240.000 Euro. Davon sind 212.000 Euro förderfähig, weil einige der Bäume nach Auskunft der Verwaltung nicht förderfähig sind. Man erwartet, dass Ansbach im Bundesvergleich nicht als finanzschwach eingestuft wird. Das bedeutet eine Förderquote von 80 Prozent. Die Fördersumme würde somit rund 170.000 Euro betragen, der Eigenanteil der Stadt entsprechend 70.000 Euro.

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„Das sollten wir auf alle Fälle wahrnehmen”, sagte Oberbürgermeister Thomas Deffner im Bauausschuss. Die Renaturierung kommt die Kommune so weitaus günstiger, als wenn sie es gleich mit der Sanierungs-Maßnahme gemacht hätte.

Gerhard Sauerhammer hatte noch eine Idee: Man könne doch den Bürgerinnen und Bürgern anbieten, dass Bäume für Neugeborene auf der Strecke gepflanzt werden. Die Nachfrage danach sei momentan nicht so groß, schränkte Stadtplanerin Andrea Heinlein ein. Immerhin, der OB versprach: „Wir probieren das.”

Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat einstimmig, die Verwaltung mit dem Antrag zur Förderung zu beauftragen und die notwendigen Mittel im Haushalt 2026 verbindlich bereitzustellen.

„Werner Forstmeier hätte sich sehr darüber gefreut”, sagte Grünen-Stadträtin Sabine Stein-Hoberg am Schluss. Der am 15. Oktober verstorbene ÖDP-Stadtrat hatte die Renaturierung von Anfang an gefordert.


Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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