Im Burgoberbacher Gemeinderat ändern sich durch die Wahl die Mehrheitsverhältnisse | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.03.2026 08:30

Im Burgoberbacher Gemeinderat ändern sich durch die Wahl die Mehrheitsverhältnisse

Die Sitzungen des Burgoberbacher Gemeinderats finden im Rathaus statt. (Foto: Andrea Walke)
Die Sitzungen des Burgoberbacher Gemeinderats finden im Rathaus statt. (Foto: Andrea Walke)
Die Sitzungen des Burgoberbacher Gemeinderats finden im Rathaus statt. (Foto: Andrea Walke)

Die Kommunalwahl hat zu einem Wechsel bei den Mehrheitsverhältnissen im Burgoberbacher Gemeinderat geführt. Die CSU ist nicht mehr stärkste Kraft, sondern von der Liste „Gemeinsam für Burgoberbach” (GfB) überholt worden.

„Das ist ein bisschen schade, weil wir eigentlich ganz vernünftig und erfolgreich gearbeitet haben”, bedauerte der im Amt bestätigte Bürgermeister Gerhard Rammler. „Aber man muss den Wählerwillen akzeptieren.” Rammler ist zwar parteifrei, wurde jedoch von der CSU nominiert.

Stimmenkönigin ist Katja Friedel

Bislang hatte die CSU sieben Sitze, in der neuen Wahlperiode fünf. Dazu kommt die Stimme von Gerhard Rammler. Die GfB konnte sich von fünf auf sieben Sitze steigern und die Bürgerliste Ortsteile und Burgoberbach (BOB) hat von vier Sitzen in der vergangenen Wahlperiode zwei verloren. Neu im Gremium ist die AfD mit ebenfalls zwei Sitzen. In der Praxis bedeutet das: Die CSU kann die GfB nur dann überstimmen, wenn sie von der BOB und der AfD unterstützt wird. Auch die GfB bräuchte mindestens von einer dieser beiden Fraktionen Unterstützung, um eine Mehrheit zu erreichen.

Groß ist die Freude bei Katja Friedel, die auf der GfB-Liste von Platz drei ganz nach vorne gewählt wurde und mit 1839 Stimmen auch im Vergleich mit allen anderen Kandidierenden die meisten Stimmen ergattert hat. „Ich war sehr positiv überrascht, weil ich nicht damit gerechnet habe”, sagte sie im Gespräch mit der FLZ. Das gute Abschneiden der GfB insgesamt ist ein weiterer Grund, mit viel Motivation in die neue Wahlperiode zu starten: „Wir hatten leise Hoffnung, sechs Sitze zu bekommen, aber dass es jetzt letzten Endes sieben geworden sind, ist natürlich bombastisch.”

Vielleicht wird mehr diskutiert

Was die Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse für künftige Abstimmungen bedeuten wird, kann Friedel noch nicht einschätzen. „Das werden wir sehen, wenn es soweit ist”, sagte sie. „Ich finde, man sollte nicht schauen, dass man sich gegenseitig überstimmt, sondern miteinander für Burgoberbach einen guten Weg findet.”

Sorge, dass die Arbeit im Gremium durch die Veränderung erschwert wird, hat auch Gerhard Rammler nicht. „Vielleicht muss man an den Beschlüssen ein bisschen mehr arbeiten und vielleicht wird auch ein bisschen mehr diskutiert”, vermutete er. „Ich führe jetzt mit allen Fraktionen Gespräche, und dann schaut man einfach mal. Ich vertraue hier meiner Erfahrung und dass ich diese ganzen Wogen glätten werde.”

Das neue Gremium tritt zum ersten Mal bei der konstituierenden Sitzung im Mai zusammen, der Termin wird noch festgelegt.


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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