Im Ansbacher Tierheim bleiben an Silvester die Klappen dicht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.12.2025 15:48

Im Ansbacher Tierheim bleiben an Silvester die Klappen dicht

Die Sorge von Tierheim-Chefin Eva Lindner – hier mit ihrem Schützling „Betty” – gilt vor allem den Hunden und Katzen in der Silvesternacht. (Foto: Winfried Vennemann)
Die Sorge von Tierheim-Chefin Eva Lindner – hier mit ihrem Schützling „Betty” – gilt vor allem den Hunden und Katzen in der Silvesternacht. (Foto: Winfried Vennemann)
Die Sorge von Tierheim-Chefin Eva Lindner – hier mit ihrem Schützling „Betty” – gilt vor allem den Hunden und Katzen in der Silvesternacht. (Foto: Winfried Vennemann)

Wenn in der Silvesternacht der Höllenlärm von Raketen und Böllern losbricht, sitzen viele Ansbacherinnen und Ansbacher mit ihren Haustieren daheim in der verrammelten Wohnung, um ihren gestressten Lieblingen beizustehen. Wie handhaben das die Mitarbeiter des Ansbacher Tierheims, die sich um sehr viel mehr Schützlinge zu kümmern haben?

Am nervösesten seien natürlich die Hunde und Katzen, sagt die Chefin des Ansbacher Tierschutzvereins, Eva Lindner. Zurzeit betreuen sie und ihre Mitarbeiter neun Hunde und 42 Katzen am Haldenweg. Schon am Silvestertag verzichtet man darauf, mit den Hunden Gassi zu gehen, schließlich können vorzeitig gezündete Böller die Tiere verschrecken. Die Hunde könnten sich dann losreißen, und es könne zu gefährlichen Situationen kommen, so Lindner. Deshalb behält man die Tiere auf dem Tierheimgelände. Neben den Hunden und Katzen sind dort zurzeit drei Wellensittiche, zwei Kaninchen und zehn Meerschweinchen untergebracht.

Frühzeitig werden am Hundehaus die Klappen zu den Außenbereichen geschlossen und natürlich auch die Fenster und Türen in den anderen Gebäuden dicht gemacht, damit der Lärm weniger zu hören ist. „Weitere Möglichkeiten, die Tiere vor dem Lärm zu schützen, besonders um 0 Uhr, haben wir leider nicht”, so Eva Lindner. Die Tierschützer verzichten auch darauf, ihren Schützlingen angstlösende Medikamente zu verabreichen.

Katzen und Hunde verstecken sich

Tagsüber verhielten sich die Tiere noch weitgehend normal, so Lindner. Wenn der Lärm dann um Mitternacht zu groß werde, versuchten sie sich zu verstecken. „Katzen verkriechen sich da oft in Kratzbaumhöhlen und Bettchen, Hunde wollen ihren Zwinger nicht mehr verlassen.” In der Silvesternacht wird ein Mitarbeiter vor Ort sein. Zum Glück sei es bislang noch nicht zu gravierenden Vorkommnissen gekommen.

Nimmt das Heim auch Tiere auf, deren Herrchen und Frauchen über Silvester nicht zu Hause sein können, zum Beispiel wegen der Arbeit? Man habe über den Jahreswechsel ein paar Pensionstiere im Tierheim, sagt Lindner. Meist seien die Besitzer im Urlaub. „Der Stress ist in ungewohnter Umgebung natürlich größer als zu Hause.”

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Aber dass Tiere über Silvester in Pension gegeben würden, weil die Besitzer arbeiten müssen, komme sehr selten vor. Grund für den Pensionsaufenthalt sei hauptsächlich der Urlaub und vereinzelt Krankenhaus- und Reha-Aufenthalte der Besitzer.


Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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