Hospizverein Uffenheim feiert Jubiläum: 25 Jahre Begleiter auf dem letzten Weg | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 03.04.2026 12:00

Hospizverein Uffenheim feiert Jubiläum: 25 Jahre Begleiter auf dem letzten Weg

Freuen sich schon auf die Festlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Hospizvereins Uffenheim (von links): Petra Tatsch, Wolfgang Barz, Martha Meister und Ursula Hoefer. (Foto: Sylvia Fehlinger)
Freuen sich schon auf die Festlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Hospizvereins Uffenheim (von links): Petra Tatsch, Wolfgang Barz, Martha Meister und Ursula Hoefer. (Foto: Sylvia Fehlinger)
Freuen sich schon auf die Festlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Hospizvereins Uffenheim (von links): Petra Tatsch, Wolfgang Barz, Martha Meister und Ursula Hoefer. (Foto: Sylvia Fehlinger)

Ihre Aufgabe ist nicht immer leicht, aber die Freiwilligen sind da, wenn es um das wohl schwierigste Thema im Leben geht: den Tod. Der Uffenheimer Hospizverein wird 25 Jahre alt, und zelebriert das mit entsprechenden Festivitäten. Ein Blick nach vorne und zurück.

Mit „Sie werden lachen, es geht um den Tod“, einem Schauspiel der „TABUtanten” aus Aschaffenburg, das bewegend, humorvoll, tiefgründig, sinnlich und manchmal auch skurril ist, eröffnet der Hospizverein Uffenheim am Freitag, 24. April, in der Stadthalle Uffenheim den Reigen seiner Feiern zum 25-jährigen Bestehen des Vereins.

Stefan Weiler aus Aschaffenburg wird mit seinen „Letzten Liedern“ am 19. September in der Stadthalle diese entspannte Betrachtung des letzten Weges aller Menschen fortsetzen, gefolgt vom Auftritt des Instrumental-Quartetts „Quadro Nuevo“ aus Oberbayern in der Stadtkirche St. Johannis in Uffenheim am 5. Dezember.

Eine rein ehrenamtliche Struktur

Anlässlich dieses Jubiläums und der bevorstehenden Festlichkeiten hat sich das Quartett aus Ursula Hoefer (Vorsitzende), Wolfgang Barz (Uffenheimer Arzt und Vize-Vorsitzender), Martha Meister (Einsatzleiterin) und Petra Tatsch (Trauerbegleiterin) zusammengefunden, um auf die vergangenen 25 Jahre zurückzublicken und der Öffentlichkeit neu geplante Aktivitäten vorzustellen: Gegründet worden war der Hospizverein am 4. April 2001, berichtet Wolfgang Barz. „Unser Ziel war es von Anfang an, den Hospizgedanken in der Region zu verankern und Menschen in der letzten Lebensphase würdevoll zu begleiten.”

Das wichtigste – und immer noch bestehende Merkmal – aus der Anfangszeit war, so Barz, die rein ehrenamtliche Struktur sowie der Aufbau eines Netzwerks von engagierten Bürgerinnen und Bürgern. „Unsere ersten Angebote waren die Sterbebegleitung zu Hause und in den Pflegeeinrichtungen sowie die Unterstützung für die Angehörigen und die Trauerbegleitung.”

Das könnte Sie auch interessieren

Der Verein habe sich von Anfang an bewusst als offen für alle Menschen verstanden – unabhängig von Religion und Weltanschauung, unterstreicht Barz. In dieser Phase sei es vor allem um den Aufbau von Vertrauen in der Bevölkerung, die Gewinnung und Schulung ehrenamtlicher Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter und die Sensibilisierung für die Themen „Sterben”, „Tod” und „Trauer” gegangen.

Besondere Vorsitzendengewinnung

Mit engagiert hatten sich damals unter anderem Martha Meister, Dr. Susanne Espenschied, Dr. Diana Eberhard, Diakon Peter Wagner und Christa Hendel, um nur einige derer zu nennen, die den Hospizverein aus der Taufe gehoben haben. Etwa zehn Jahre später begann Petra Tatsch, sich im Verein zu engagieren. Diana Eberhard hatte sie über den Gartenzaun gefragt, ob sie nicht Lust hätte, mitzumachen. Zusätzlich wurde gleich auch eine neue Vorsitzende gesucht, weil Christa Hendel das Amt niederlegen wollte. „Nach einigem Zögern sagte ich schließlich ‚Ja‘ und habe diese Aufgabe zehn Jahre lang mit großer Begeisterung ausgefüllt“, erzählt Tatsch.

Als sie dann gegen Ende dieser lehrreichen Zeit den Generationenwechsel einleiten wollte, gewann sie Ursula Hoefer als Nachfolgerin, die einen der letzten Ausbildungskurse zur Hospizbegleiterin absolviert hatte und nun seit drei Jahren zusammen mit Wolfgang Barz, Martha Meister, der Koordinatorin Christl Fronhöfer, Daniela Currlin und Wolfgang Lampe den Verein leitet. In den 25 Jahren des Bestehens ist er von ursprünglich rund 30 auf etwa 166 Mitglieder angewachsen, und hat sich von einer einst kleinen Initiative zu einer etablierten und unverzichtbaren sozialen Einrichtung entwickelt, getragen von Menschlichkeit, Engagement und dem Wunsch, Menschen bis zuletzt würdevoll zu begleiten.

Neuer Kurs ist gerade angelaufen

Auch aktuell – seit Februar bis November – läuft wieder ein Ausbildungskurs zum Hospizbegleiter oder zur Hospizbegleiterin mit 16 Teilnehmerinnen, der zusammen von den Hospizvereinen aus Uffenheim, Bad Windsheim und Ansbach organisiert wird. Fünf der Kursteilnehmerinnen sind Mitglieder des Hospizvereins Uffenheim und haben vor, sich nach der Ausbildung auch dort zu engagieren. Die Vereine aus Uffenheim und Bad Windsheim arbeiten nach wie vor rein ehrenamtlich und finanzieren sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden, für die diese Vereine sehr dankbar sind.

Ein weiteres Standbein des Vereins ist die Veehharfengruppe, die ihre Zuhörerinnen und Zuhörer seit 2009 im Gerlach-von-Hohelohe-Stift oder bei Jubiläumsfesten, Gottesdiensten und Seniorennachmittagen mit ihren musikalischen Darbietungen erfreut. Sie besteht aus zehn Spielerinnen, wird von Loni Freitag geleitet und bildet sich regelmäßig bei Kursen in der Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf weiter.

north