Hollywood in Bad Windsheim: Die geheimen Dreharbeiten für „The Uprising” starten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.10.2025 15:15

Hollywood in Bad Windsheim: Die geheimen Dreharbeiten für „The Uprising” starten

Ein mittelalterliches Stadttor wird in der Baugruppe West des Fränkischen Freilandmuseums aufgebaut. (Foto: Katrin Merklein)
Ein mittelalterliches Stadttor wird in der Baugruppe West des Fränkischen Freilandmuseums aufgebaut. (Foto: Katrin Merklein)
Ein mittelalterliches Stadttor wird in der Baugruppe West des Fränkischen Freilandmuseums aufgebaut. (Foto: Katrin Merklein)

„Cuuuuuut” hallt ein Schrei durch die Baugruppe Altmühlfranken im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim. Dort finden diese Woche Dreharbeiten für den mittelalterlichen Hollywoodfilm „The Uprising” statt, der 2026 in die Kinos kommen soll. Besucherinnen und Besucher können von Weitem einen Blick erhaschen.

Das Mittelalter-Epos „The Uprising” (ursprünglich betitelt: „The Rage”) handelt vom Bauernaufstand 1381 in England, bei dem die Abgehängten gegen den tyrannischen König Richard II. aufbegehren. Einige Szenen dafür dreht Hollywood-Regisseur Paul Greengrass im Freilandmuseum.

Pferde werden gesattelt, ein paar Bauern werfen den Wollschweinen Äpfel zu und ernten von Siggi und Gundi ein dankbares Grunzen. Mit einer Mistgabel streut ein Schauspieler Stroh ein, im Hintergrund hat sich eine Gruppe Aufständischer zusammengefunden, die wild durcheinander brüllen. Kameras stehen auf dem Gelände. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufen mit Headsets über die Wege im Dorf, geben Anweisungen durch und vertreiben Touristen, die sich zu nah ans Geschehen gewagt haben.

Kommunbrauhaus im Freilandmuseum wird zur Kulisse

Der Bereich um das Kommunbrauhaus im Westen des Museums wird derweil zur Filmkulisse umgebaut. Dort legt Art Director Sebastian Krause am Montag mit Hand an. „Wir sind zeitlich etwas in Verzug, jetzt muss jeder überall mithelfen.” Mit einem dünnen Pinsel zeichnet er feine Linien an eine Tür, die mit Kaltschaum auf eine Holzplatte aufgetragen und vor die Fassade des Gasthauses montiert wurde. Er betrachtet sein Werk kritisch und setzt noch einmal mit dem Pinsel an.

Nebendran bauen zwei Mitarbeiter ein großes Steintor. Wüsste man nicht, dass dieses dort normalerweise nicht steht, könnte man glatt meinen es gehört dort hin. „Wir müssen alles so umbauen, dass es auch nach Mittelalter aussieht”, erklärt Krause. Auch die Steinquader sind aus Bauschaum und wurden in Budapest vorgefertigt. Ein Mitarbeiter steht auf einem fahrbaren Baugerüst und spritzt Bauschaum in die Fugen, um Übergänge vom Zusammenbau zu kaschieren. Am Mittwoch muss alles fertig sein, denn dann wandert das Set in die Baugruppe West.

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Dreharbeiten starten auch in Lichtenau bald

Neben Bad Windsheim soll auch auf der Festung Lichtenau gedreht werden. Dort starten dem Vernehmen nach die Dreharbeiten am Dienstag.

Für die große Hollywood-Produktion steht Spiderman-Schauspieler Andrew Garfield in der Hauptrolle vor der Kamera. Er mimt den Aufständischen Wat Tyler, eine historische Figur, die tatsächlich existierte.

Weitere Mitglieder des Casts sind laut dem Hollywood-Branchenmagazin „Deadline” inzwischen bekannt geworden: Mitspielen sollen etwa Jamie Bell, Cosmo Jarvis, Thomasin McKenzie und Woody Norman. Diese dürften auch vor Ort in ihre Rollen schlüpfen, zumindest erwarten das Branchenbeobachter. Thomasin McKenzie teilte jedenfalls erst kürzlich Bilder aus München auf Social Media. Naheliegend, dass sie sich also für die Dreharbeiten zu „The Uprising” in Deutschland aufhält.

In einem Teilabschnitt der Neustädter Straße in Beerbach könnten Ende Oktober Szenen für einen Hollywood-Historienfilm gedreht werden. (Foto: Nina Daebel)
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Absolute Verschwiegenheit am Set von „The Uprising”

Generell unterliegen die Dreharbeiten der absoluten Verschwiegenheit. Die zuständige Produktionsfirma gibt sich geheimnisvoll. Nichts soll nach außen dringen. Es gelte das Prinzip eines „geschlossenen Sets”. Entsprechend schweigsam dürften sich auch die rund 5000 Komparsinnen und Komparsen geben müssen, die für Szenen angefragt wurden.


Von Katrin Merklein und Johannes Hirschlach
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