Die Regierung von Mittelfranken ordnet in Abstimmung mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten für Samstag und Sonntag, 30 und 31. Mai, Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den Regierungsbezirk Mittelfranken an. Die Waldbrandgefahr hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen.
Hauptursache hierfür ist laut einer Mitteilung der Regierung die fortschreitende Abtrocknung der obersten Bodenschichten in den Wäldern. Fehlende Niederschläge, anhaltend hohe Temperaturen und auffrischender Wind entziehen dem Boden derzeit schnell Feuchtigkeit. Zusätzlich verschärft die noch nicht vollständig ausgetriebene Vegetation die Lage in den Wäldern: Der schützende Effekt von Blättern und Pflanzen, die normalerweise Schatten spenden und die Feuchtigkeit im Boden halten, ist vielerorts noch nicht vollständig ausgeprägt.
In der Gesamtschau ergibt sich daraus aktuell eine hohe Waldbrandgefahr in der Region. Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um Brände zu verursachen. Entsprechend ist besondere Vorsicht geboten – sowohl im Wald selbst als auch in dessen unmittelbarer Umgebung.
Die Flüge finden in den Nachmittagsstunden statt, wenn die Waldbrandgefahr durch die steigenden Temperaturen und Freizeitaktivitäten der Bevölkerung am größten ist. Wegen des schönen Wetters sei mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur zu rechnen.
Folgende Stützpunkte der Luftrettungsstaffel übernehmen die Einsätze: Ansbach-Petersdorf (Samstag) und Schwabach-Büchenbach (Sonntag). Beflogen wird dabei eine festgelegte Route, die von Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld führt. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Moorenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe, mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen.
Auf diese Weise können die besonders gefährdeten Waldgebiete aus der Luft gut eingesehen und auf mögliche Rauchentwicklung kontrolliert werden. Gefährdet sind vor allem lichte Kiefernbestände und von der Bevölkerung stark besuchte Wälder in Ballungsgebieten.
Bereits Ende April hatte die Regierung eine erste Warnung ausgesprochen und Luftbeobachtungen angeordnet. Zu dieser Zeit war es bereits zu Waldbränden bei Burgbernheimund Ansbachgekommen.
Die Regierung appelliert an die Waldbesucherinnen und -besucher, folgende Regeln einzuhalten: