Hoffnung in der Dunkelheit: Gemälde mit Botschaft in Wilburgstetten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.03.2025 08:10

Hoffnung in der Dunkelheit: Gemälde mit Botschaft in Wilburgstetten

Bei der Ausstellungseröffnung im Wilburgstettener Begegnungszentrum: Claudia Zinnecker, Claudia Schilling (von links), Evi Siebachmeyer (Dritte von rechts) und Laura Siebachmeyer (rechts) vom Helferkreis zusammen mit den Gästen (von links) Hamide Akbarzadeh, Khizran Mosavi und Fazel Hadi. (Foto: Peter Tippl)
Bei der Ausstellungseröffnung im Wilburgstettener Begegnungszentrum: Claudia Zinnecker, Claudia Schilling (von links), Evi Siebachmeyer (Dritte von rechts) und Laura Siebachmeyer (rechts) vom Helferkreis zusammen mit den Gästen (von links) Hamide Akbarzadeh, Khizran Mosavi und Fazel Hadi. (Foto: Peter Tippl)
Bei der Ausstellungseröffnung im Wilburgstettener Begegnungszentrum: Claudia Zinnecker, Claudia Schilling (von links), Evi Siebachmeyer (Dritte von rechts) und Laura Siebachmeyer (rechts) vom Helferkreis zusammen mit den Gästen (von links) Hamide Akbarzadeh, Khizran Mosavi und Fazel Hadi. (Foto: Peter Tippl)

Vom Verschwinden von Träumen, von Mut und Ausdauer in schwierigen Zeiten, von Ungerechtigkeit, Unterdrückung und auch von Freiheitsdrang erzählen die Gemälde afghanischer Frauen, die derzeit im Begegnungszentrum in Wilburgstetten zu sehen sind.

Wie Evi Siebachmeyer vom Helferkreis Wilburgstetten bei der Eröffnung informierte, umfasst die Ausstellung insgesamt 90 Bilder und wurde von Peter Jüdt, der bei der Stadt Feuchtwangen für Migration, Integration und Inklusion zuständig ist, in die Region geholt. 25 der Gemälde werden im Begegnungszentrum an der Bahnhofstraße in Wilburgstetten gezeigt. Die weiteren werden in Feuchtwangen, Neuendettelsau und Dietenhofen präsentiert.

Das Projekt „Hope in Darkness“ (Hoffnung in der Dunkelheit) unterstütze junge Frauen in Afghanistan, ihre Erfahrungen, Gefühle und Hoffnungen durch Kunst auszudrücken, wurde berichtet. Dafür gingen die Frauen ein hohes Risiko ein. Die Gemälde konnten nur auf geheimen Wegen aus Afghanistan nach Deutschland gebracht werden.

Repressalien im Schulalltag

Zur Eröffnung der Ausstellung in Wilburgstetten waren Hamide Akbarzadeh, Fazel Hadi und Khizran Mosavi, Geflüchtete aus Afghanistan und aus dem Iran, gekommen. Hamide Akbarzadeh kam vor zehn Jahren nach Würzburg. In Afghanistan hatte sie Grundschullehramt studiert. Sie berichtete von den Benachteiligungen und Repressalien gegenüber Mädchen im Schulalltag. In Deutschland kann Hamide Akbarzadeh nicht in ihrem Beruf arbeiten und ist als Schulbegleiterin tätig. Fazel Hadi kam ebenfalls vor zehn Jahren aus Afghanistan nach Deutschland und ist im sozialen Bereich tätig. Er wünsche sich klare politische Richtlinien und viel mehr Kommunikation auf allen Ebenen, sagte der 27-Jährige.

Zur Kommunikation sollen auch die ausgestellten Gemälde anregen, durch die die jungen Frauen ihren subjektiven Erfahrungen mit den afghanischen Machthabern ein Gesicht geben. Die Schau soll zudem dazu dienen, Netzwerke aufzubauen, um afghanische Mädchen und Frauen zu unterstützen.

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Auch der Helferkreis braucht bald Hilfe

Unterstützung wird laut Claudia Schilling auch bald der Helferkreis Wilburgstetten benötigen. Denn in knapp einem Jahr müsse das Begegnungszentrum geräumt werden. Das Gebäude wurde an einen privaten Bauträger verkauft und soll abgerissen werden. Es soll ein neues Gebäude für Seniorenbetreuung entstehen.

Die Ausstellung im Begegnungszentrum in Wilburgstetten kann bis Freitag, 28. März, besichtigt werden. Zugänglich ist die Schau montags, dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 18 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr.


Von Peter Tippl
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