Summer Breeze ist in vollem Gang, das Campingareal gefüllt, 45.000 Menschen feiern sich, die Musik und das Leben. Um dieses nicht zu gefährden, ruft der Malteser Hilfsdienst, der für den Rettungsdienst auf dem Gelände zuständig ist, angesichts der Hitze alle Besucherinnen und Besucher auf, mit Besonnenheit auf das Wetter zu reagieren.
Die Pressestelle der Malteser hat eine Hitzewarnung herausgegeben. Mit den aktuellen Temperaturen von über 30 Grad Celsius steige das Risiko für Kreislaufprobleme, Hitzschlag und Dehydrierung. Pressesprecher Wilhelm Horlemann weist auf Maßnahmen hin, mit denen sich die Fans wappnen können .
Dazu zählt: „Trinken, trinken, trinken”, allerdings kein Bier und andere Alkoholika, sondern mindestens zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Der Veranstalter Silverdust hat in diesem Jahr die Stellen auf dem Gelände ausgebaut, an denen es kostenloses Trinkwasser gibt. Die Malteser betonen, dass Alkohol den Flüssigkeitsverlust verstärke und deshalb nur in Maßen konsumiert werden sollte.
Zwar hat Silverdust durch die Pflanzung von Bäumen für etwas mehr Schatten gesorgt, doch ist ein Plätzchen fern der Sonne auf dem 100 Hektar großen Gelände eher rar. Dennoch raten die Malteser, Plätze im Schatten aufzusuchen, um den Kreislauf zu entlasten. Entlastend wirkten auch leichte Mahlzeiten und Snacks, das sei bekömmlicher als Pommes und Bratwurst.
Auch an ihren Sonnenschutz sollen die Metal-Fans denken, „mindestens Lichtschutzfaktor 30”, so die Malteser. Und nach schweißtreibendem Moshpit und Headbangen sollte der auch regelmäßig erneuert werden.
Wenn trotzdem körperliche Warnsignale auftauchten, sollten die ernst genommen werden. Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Krämpfe könnten nämlich Anzeichen für Hitzschlag oder Sonnenstich sein. „Bei Symptomen: unverzüglich an die Sanitäterinnen und Sanitäter auf dem Gelände wenden”, mahnen deshalb die Malteser. Und im Notfall seien die Sanitätsteams während des gesamten Festivals rund um die Uhr im Einsatz. Alle, die gesundheitliche Probleme hätten, sollten nicht zögern, Hilfe zu holen – „auch für andere Fans, die sich in einer medizinischen Notlage befinden”, bitten die Malteser.