Historische Stadtmauer in Dinkelsbühl: Was die Stadt am Sanierungsstand erfreut | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.07.2025 17:00

Historische Stadtmauer in Dinkelsbühl: Was die Stadt am Sanierungsstand erfreut

Fast wie neu und doch viele hundert Jahre alt: der sanierte Abschnitt der Dinkelsbühler Stadtmauer am Oberen Mauerweg. (Foto: Roman Kocholl)
Fast wie neu und doch viele hundert Jahre alt: der sanierte Abschnitt der Dinkelsbühler Stadtmauer am Oberen Mauerweg. (Foto: Roman Kocholl)
Fast wie neu und doch viele hundert Jahre alt: der sanierte Abschnitt der Dinkelsbühler Stadtmauer am Oberen Mauerweg. (Foto: Roman Kocholl)

Der Obere Mauerweg ist wieder frei. In der Sitzung des Bau-, Grundstücks- und Umweltausschusses des Dinkelsbühler Stadtrats informierte Daniel Voigt-Melzer vom Stadtbauamt über den Sanierungsstand bei der historischen Stadtmauer.

Große Zufriedenheit über den Fortgang der Sanierung der Stadtmauer herrschte bei den Mitgliedern des Ausschusses. Auch Hubert Schmidt als Vertreter des historischen Vereins sprach seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Es geht von Hausnummer 10 bis 14

Der zweite Bauabschnitt der Mauersanierung umfasst den Oberen Mauerweg von Hausnummer 10 bis 14. Die Kosten liegen bei rund sechs Millionen Euro.

Daniel Voigt-Melzer vom Stadtbauamt erläuterte in der Sitzung den Stand der Dinge. Der für einige Wochen aufgrund der Arbeiten gesperrte Obere Mauerweg ist inzwischen wieder begehbar. Die Stadtmauer zeigt sich hier in saniertem Zustand. Wer vom Gansbergsteg in den Graben blickt, sieht, dass dort noch gearbeitet wird.

Wie Daniel Voigt-Melzer auf FLZ-Nachfrage erläuterte, wurde die Farbgestaltung in rötlichen Ockertönen des Fugenmörtels auf Basis des originalen Mörtels der Mauer gewählt, die beim Ausfugen zum Vorschein kam.

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Unsachgemäße Nachverfugung der vergangenen Zeit

Der gewohnte Anblick des grauen Fugenmörtels sei durch die unsachgemäße Nachverfugung der vergangenen Jahrzehnte oder Jahrhunderte mit zementhaltigen Mörteln entstanden. Die Maßnahme sei insbesondere deswegen nötig gewesen, weil viele der Mauersteine weicher waren als der angewandte Mörtel.

Zur Arbeitsweise an der historischen Stadtmauer erklärte Voigt-Melzer, dass der Bestandsfugenmörtel, der über Jahrhunderte hinweg stellenweise unsachgemäß ausgebessert worden sei, nun bis in die Tiefen der Mauerfugen händisch herausgemeißelt und diese gesäubert worden seien. Der neue Mörtel sei mechanisch in die Tiefen der Fugen gebracht worden. Anschließend sei händisch verfugt worden.

Übriger Fugenmörtel auf den sichtbaren Mauersteinen sei mit einem Sandstrahler in einem trockenen Verfahren entfernt worden. „So werden die Steine gereinigt und die Fugen für den kapillaren Wassertransport geöffnet“, teilt Voigt-Melzer mit.

Oberbürgermeister äußerte sich zur Unterhaltslast

Die Besonderheit an diesem Teilabschnitt ist, dass die Stadtmauer hier auch der Außenwand des Hauses der Anlieger entspricht. Dank einer kooperativen Zusammenarbeit mit den Anwohnern sei die Maßnahme erfolgreich abgeschlossen worden.

Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer sagte in der Sitzung, dass die Stadt die Unterhaltslast von den Anwohnern für die nächsten 25 Jahre abgelöst habe. Andernfalls wäre die Sanierung nicht in einer Hand gelegen und es hätte keine Mittel aus dem Entschädigungsfonds gegeben.

Da die Zwingergärten für die Baustelle über den Holzsteg betreten wurden, war dieser für die Zeit der Arbeiten für die Öffentlichkeit versperrt worden. Inzwischen ist er wieder zugänglich.

Der Tor-Turm-Durchgang am Gansbergsteg wurde ebenfalls instand gesetzt.

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