Drei Säulen stehen seit einigen Wochen auf dem großen „Parkplatz Zentrum“ in Neustadt. Neben fünf Wechselstrom-Ladestationen nehmen Stadt und Neustadtwerke jetzt auch einen Schnellladepunkt in Betrieb.
Die insgesamt sechs neuen Ladepunkte sind nun offiziell eingeweiht. Neustadts Bürgermeister Klaus Meier freut sich besonders über die zentrale Lage in der Stadt: „In drei Minuten ist man von der Ladesäule aus am Marktplatz.“ Auch für Einkäufe oder für Veranstaltungen in der NeuStadtHalle am Schloss eignet sich der Standort sehr gut. Die Investition der Stadt wird mit etwa 80 Prozent vom Bund gefördert.
Zuvor hatten auf dem Parkplatz nur zwei Parkplätze mit Lademöglichkeit existiert, die jedoch sehr häufig blockiert waren. Diese sind nun mit den beiden neuen Säulen auf die gegenüberliegende Seite des Trafohäuschens umgezogen. Dort sind alle sechs Parkplätze nun auch besser erreichbar als die beiden vorherigen.
Bei der Eröffnung waren zwei Mitarbeiter der NeuStadtWerke, die die Stationen betreiben, anwesend. Christopher Stirling, Leiter von Vertrieb und Marketing, und Fedor von Heydebrand und der Lasa, Netzmeister Gas und Wasser, klärten über die Technik der neuen Ladesäulen auf. Neben den 22 Kilowatt Wechselstrom-Stationen gibt es jetzt einen 50 Kilowatt Schnellladepunkt.
Wenn eine Batterie ganz leer ist, erläuterte Stirling, so ist sie bei den gewöhnlichen Stationen etwa nach zweieindreiviertel Stunden voll, bei der Schnellladestation dagegen nach eineinviertel Stunden. Wie schnell das Laden wirklich funktioniert, hängt jedoch auch vom Autohersteller und der jeweiligen Batterie ab.
Die Schnellladesäule hat das Ladekabel integriert, für alle anderen Stationen muss das eigene Ladekabel verwendet werden. Meier rät: Wer Zeit hat, wählt lieber die langsame Ladung, denn die Schnellladung ist teurer. Bezahlt wird, wie auch bei den anderen Ladesäulen der NeuStadtWerke, mit der App Ladeverbund+.
Nur eine Sache fehlt noch bei den neuen Ladestationen: die Kennzeichnung der Parkplätze. Bis jetzt sind noch die beiden vorherigen Stellen mit dem blauen Symbol markiert. Sobald die Temperaturen es zulassen, werden die sechs neuen Plätze markiert und der alte Anstrich entfernt.
Das Ziel der Stadt sei es, die Ladeinfrastruktur weiter auszubauen. Meier gesteht: „Es gibt noch Defizite.“ Das liege hauptsächlich daran, dass die Stationen in der Nähe von Trafostationen aufgestellt werden müssen. Zwar stehen sehr viele dieser Trafohäuschen auch in Wohngebieten, dort sei jedoch nicht immer genug Raum für Parkplätze, erklärte Stirling. „Oder die Flächen sind nicht im öffentlichen Besitz“, ergänzte Meier. Insgesamt gibt es in der Kreisstadt aktuell elf Ladepunkte. Die Suche nach geeigneten Plätzen geht allerdings weiter.