Ein alteingesessenes Feuchtwanger Familienunternehmen hat einen neuen Eigentümer: Die Herz-Gruppe wurde zum Jahreswechsel von der AREA Group Holding GmbH übernommen.
Wie es in einer Pressemitteilung heißt, hat der diversifizierte Konzern mit Schwerpunkten in den Bereichen Abbruch, Recycling, Projektentwicklung und Baumaschinen zum 1. Januar 2026 sämtliche an der Herz-Gruppe beteiligten Firmenteile übernommen und in ihre bestehende Unternehmensgruppe integriert. Neu an der Spitze steht damit Geschäftsführer und Eigentümer Ilmi Viqa. Über die finanziellen Eckpunkte des Geschäfts ist derweil nichts bekannt.
Innerhalb des Konzerns nimmt bislang die AWR Abbruch GmbH mit rund 650 Fachkräften laut Mitteilung als eines der größten Abbruchunternehmen Deutschlands die führende Rolle ein. Mit dieser strategischen Entscheidung soll das bisherige Feuchtwanger Familienunternehmen, das mit den Tochtergesellschaften Transporte-Erdbau GmbH sowie Entsorgung und Logistik GmbH seit vielen Jahrzehnten im Erdbau, Transport und Recycling tätig ist, „langfristig weiterentwickelt und der Standort Feuchtwangen nachhaltig gestärkt werden”. Gemäß der Mitteilung soll die AWR Abbruch GmbH im Zuge des Zusammenschlusses „dauerhaft am Standort Feuchtwangen etabliert” werden.
In der Mitteilung wird die Herz-Gruppe als ein etabliertes Unternehmen beschrieben, das seit über sieben Jahrzehnten im Bereich Erdbau und Transport sowie seit vier Jahrzehnten auch in der Entsorgung und im Recycling tätig ist. Derzeit beschäftigt die Gruppe 140 Menschen. „Der Firmensitz in Feuchtwangen ist seit jeher ein wirtschaftlicher und sozialer Knotenpunkt im Landkreis Ansbach”, wird informiert.
Der Käufer sieht großes Potenzial in der Übernahme der Feuchtwanger Gruppe. Insbesondere das umfassende technische, organisatorische und ökologische Know-how der AWR Abbruch GmbH soll künftig gezielt in die Weiterentwicklung der Herz-Gruppe eingebracht werden.
Die Etablierung der Abbruch-Gesellschaft in Feuchtwangen stärke den Standort zusätzlich, schaffe langfristige Perspektiven und fördere die regionale Wertschöpfung. Durch diesen Wissenstransfer sollen Prozesse optimiert, neue Leistungsfelder erschlossen und innovative, nachhaltige Lösungen umgesetzt werden, die nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Herz-Gruppe stärken, sondern auch einen spürbaren Mehrwert für die gesamte Region schaffen.
Ilmi Viqa, Geschäftsführer und Gesellschafter des Konzerns, betont in dem Schreiben, dass die Integration der Herz-Gruppe ein bedeutender Schritt in der langfristigen Unternehmensstrategie darstelle. Die Etablierung der Abbruchgesellschaft in Feuchtwangen sei ein klares Bekenntnis zum Standort und zur Region: „Ihr Know-how wird dazu beitragen, die Herz-Gruppe fachlich und strategisch weiter zu stärken und den Standort nachhaltig zu bereichern.“
Die Übernahme soll auch Synergien innerhalb der Unternehmensgruppe schaffen. Besonders wichtig sei dabei die Weiterführung der bestehenden Unternehmensstruktur sowie das klare Bekenntnis zu Nachhaltigkeit, Innovation und qualitativ hochwertiger Arbeit. Zudem soll der Standort Feuchtwangen weiterhin als zentrale Drehscheibe für die Unternehmensaktivitäten fungieren.
„Die Herz-Gruppe hat sich als stabiler und zuverlässiger Partner in der Region etabliert. Wir wollen sicherstellen, dass der Name Herz auch in Zukunft mit höchster Qualität und exzellenter Leistung verbunden wird“, wird Ilmi Viqa zitiert. „Gleichzeitig setzen wir gezielt neue Impulse, um gemeinsam die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und das Unternehmen auf die nächste Entwicklungsebene zu führen.“
Demnach wird die Entsorgung und Logistik GmbH sowie die Transporte-Erdbau GmbH weiterhin unter ihren etablierten Markennamen Herz operieren. Die Integration in den Konzern soll laut der Mitteilung langfristig zusätzliche Potenziale für Wachstum, Innovation und eine nachhaltige Weiterentwicklung eröffnen. Das einstige Familienunternehmen, das 1949 gegründet wurde und 1963 nach Feuchtwangen umzog, bleibe damit auch künftig ein wichtiger Arbeitgeber, Ausbilder und wirtschaftlicher Impulsgeber in der Region, wie es abschließend heißt.