Ausgerechnet während des Herrieder Stadtlaufs musste das Ligateam der Herrieder Aquathleten den Weg nach Weiden in die Oberpfalz antreten. Angesichts der extrem starken Konkurrenz wussten sich die Herrieder zu behaupten.
Das Gelände des Schätzlerbads bildete den sportlichen Rahmen der Auftaktveranstaltung der Triathlon-iga Bayern. Dort traten die Mannschaften der Regional- und Bayernliga zum Supersprint an, der sich in zwei Wettkämpfe unterteilte.
Beim Prolog am Vormittag wurden die Athleten im Abstand von 10 Sekunden auf die 400 m lange Schwimmstrecke in den Badesee geschickt, ehe es auf der Radstrecke über 10 km ging. Im 16 Grad kalten Wasser hatten einige Athleten mit den frischen Temperaturen Probleme, ihren Schwimmrhythmus zu finden. Die Herrieder Tobias Danzer und Tobias Müller meisterten diese Disziplin mit Bravour, Tobias Keilwerth war bedingt zufrieden, Matthias Rieß jedoch hatte Schwierigkeiten, bei seiner schwächsten Disziplin gut vorwärts zu kommen.
Auf der Radstrecke ging es trotz kalten Sprühregens heiß her: Schnitte von 40 km/h waren trotz Windschattenverbots keine Seltenheit. Auch auf der knapp 2 km langen Laufstrecke wurde hohes Tempo gelaufen: Alle Herrieder erzielten Zeiten deutlich unter vier Minuten pro Kilometer. Müller finishte den Prolog als schnellster Aquathlet in 29:31 min, Danzer folgte mit 29:55 min vor Keilwerth (31:21) und Ries (33:01). In der Zwischenbilanz, in der die Durchschnittszeit aller Mannschaftsmitglieder gebildet werden, belegten die Herrieder Rang 11.
Entsprechend der Zwischenwertung sprangen die vier Aquathleten beim Jagdstart gemeinsam mit 3:00 min Rückstand auf das schnellste Team vom SV Würzburg als Elfter ins Wasser. Nun war Teamarbeit gefragt, da die vier Mannschaftsmitglieder zusammenbleiben mussten. Hier wechselten sich die drei Tobias ab, um Matthias Ries zu unterstützen: Vor allem Tobias Müller griff seinem Kameraden Ries im wahrsten Sinne des Wortes unter die Arme: Als stärkster Schwimmer schob er Ries immer wieder an, was sich als erfolgreiche Taktik erwies.
Auf der Radrunde wurde im Windschatten gefahren, wo die Herrieder erfolgreich den „Belgischen Kreisel“ praktizierten. Gemäß Reglement durfte nun ein Teammitglied „verloren“ gehen: Keilwerth konnte dem hohen Tempo von deutlich über 40 km/h nur bis zur Hälfte der Strecke mitfahren und schied dann aus.
Beim Lauf mussten Danzer, Müller und Ries das Gelände um den Badesee dieses Mal zweimal umrunden. Die 3,1 km liefen sie mit einer Pace von gut 3:40 min pro Kilometer und benötigten dafür 11:35 min, so dass sie nach insgesamt 35:35 min ihren 11. Platz vom Prolog verteidigen konnten. Angesichts der starken Konkurrenz unter anderem aus Würzburg, Erlangen, Roth oder Kempten, die teilweise Starter mit Bundesligaerfahrung ins Feld führten, waren die Herrieder mit ihrer Leistung sehr zufrieden.