Herrieden: Preis für Grünen-Politikerin vom Bundestag | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.04.2024 11:34

Herrieden: Preis für Grünen-Politikerin vom Bundestag

Bundesministerin Lisa Paus (rechts) übergab Franziska Wurzinger in Berlin den Helene-Weber-Preis. (Foto: Thomas Köhler/BMFSFJ/photothek.de)
Bundesministerin Lisa Paus (rechts) übergab Franziska Wurzinger in Berlin den Helene-Weber-Preis. (Foto: Thomas Köhler/BMFSFJ/photothek.de)
Bundesministerin Lisa Paus (rechts) übergab Franziska Wurzinger in Berlin den Helene-Weber-Preis. (Foto: Thomas Köhler/BMFSFJ/photothek.de)

Als eine von 15 Kommunalpolitikerinnen ist Franziska Wurzinger aus Herrieden von Bundesfrauenministerin Lisa Paus für ihren politischen, zivilgesellschaftlichen sowie frauen- und gleichstellungspolitischen Einsatz mit dem Helene-Weber-Preis 2024 ausgezeichnet worden.

„Die diesjährigen Preisträgerinnen machen Frauen Mut, sich in einem immer noch männlich dominierten Feld zu engagieren. Es ist durch Vorurteile, Geschlechterstereotypen und strukturelle Barrieren geprägt. Sich dort zu behaupten und dran zu bleiben, kostet Kraft und Mut. Dass sie dennoch zeigen, wie es geht, dafür bin ich sehr dankbar“, betonte Paus laut einer Pressemitteilung im Rahmen der Preisverleihung in Berlin. Denn: „Es braucht vereinte Kräfte, um Gleichstellung weiter voranzubringen, auch und besonders in der Kommunalpolitik. Bis Frauen gleichberechtigte Player in der Politik sind, gibt es noch viel zu tun.“

Franziska Wurzinger gründete 2019 den Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in Herrieden mit und ist seit 2023 Sprecherin der Grünen im Landkreis Ansbach. Nach der Wahl zur Stadträtin 2020 übernahm die ausgebildete Stadt- und Regionalentwicklerin mit 29 Jahren den Fraktionsvorsitz.

Als Vorstandsmitglied des Eine-Welt-Vereins Herrieden sowie als Sprecherin der Fairen Stadt Herrieden und des Fairen Landkreises Ansbach habe sie sich zum Ziel gesetzt, die globalen Nachhaltigkeitsziele durch kommunale Entwicklungsarbeit vor Ort umzusetzen. 2023 initiierte sie eine fraktionsübergreifende Erklärung gegen Rechtsextremismus und für Toleranz und Vielfalt.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass sich in der Zusammensetzung politischer Entscheidungsgremien auch die unterschiedlichen Perspektiven von Menschen, die in einer Kommune oder Region leben, widerspiegeln müssen. Deshalb will ich Frauen motivieren, sich parteiübergreifend zu vernetzen und sich in die Kommunalpolitik aktiv einzubringen. Dabei ist es mir wichtig aufzuzeigen, dass die Entscheidung für ein kommunalpolitisches Mandat kein ,entweder oder‘ ist, sondern die Vereinbarkeit mit der Familie, zum Beispiel durch eine gleichberechtigte Sorgearbeit und familienfreundliche Strukturen, möglich ist“, wird Wurzinger zitiert.

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Der Bundestagsabgeordnete Sascha Müller (Bündnis 90/Die Grünen) hatte Franziska Wurzinger für den Helene-Weber-Preis vorgeschlagen, der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verliehen wird. Er ist der einzige parteiübergreifende Preis für Kommunalpolitikerinnen in der Bundesrepublik Deutschland.

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