Herbstfest im Freilandmuseum: Blick zurück in eine oft glorifizierte Vergangenheit | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.09.2025 09:04

Herbstfest im Freilandmuseum: Blick zurück in eine oft glorifizierte Vergangenheit

Ohne die Tiere des Freilandmuseums kein Herbstfest. Die Landwirte wichen ihnen nicht von der Seite.  (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Ohne die Tiere des Freilandmuseums kein Herbstfest. Die Landwirte wichen ihnen nicht von der Seite. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Ohne die Tiere des Freilandmuseums kein Herbstfest. Die Landwirte wichen ihnen nicht von der Seite. (Foto: Hans-Bernd Glanz)

Tuckernd und knatternd nimmt der Umzug durch das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim seinen Weg, am Rand gesäumt von zahlreichen Besuchern. Die lauten Geräusche machen die historischen Schlepper, die traditionell beim Herbstfest mit den alten landwirtschaftlichen Geräten die Spitze der Parade bilden.

Fast 40 verschiedene Programmangebote, die für jeden etwas boten, dazu herrliches Spätsommerwetter: Das waren beste Voraussetzungen für eine Vielzahl von Gästen, die zu tausenden das Museumsgelände in Bad Windsheim bevölkerten.

Wohin zuerst? Das war die große Frage dieses Tages, nachdem der Festzug mit musikalischer Begleitung zu Ende war. Dem Erntewagen samt ziehendem Lanz-Bulldog folgen, um dem Dampfdreschen mit der Lokomobile, einer Dampfmaschinenanlage, zuzuschauen? Dem Betrieb des Derrick-Krans beiwohnen? Hautnah bei der Herstellung von Rapsöl dabei sein? Halt, die Kinder wollen ja auch unterhalten werden. Also lieber zum Pfeil- und Bogenbau oder zum Schnitzen von Rübengesichtern oder zum Rähmchen basteln für die Bienen?

Holzofenbrot, Hitzblootz, Kartoffeln mit Butter

Hungrig und durstig wurde man dabei auch: Holzofenbrot, Hitzblootz genießen, frisch gedämpfte Kartoffeln mit Butter essen oder lieber auf Schmalzbrot und frisch gepressten Apfelsaft setzen? Alles Fragen, die dem umfangreichen Programm des Herbstfestes geschuldet waren. Am besten war es, sich Zeit zu lassen und auf einem Rundgang durch das Museumsgelände die angebotene Vielfalt zu nutzen.

Neben dem offenen Mitmachprogramm für Kinder, waren auch die Museumshandwerker aktiv, wurden Hufeisen geschmiedet, Sattlerarbeiten standen auf dem Programm und über Wagner- und Büttnerarbeiten hinweg könnten noch viele Punkte erwähnt werden, die sich zu kontrastreichen und dabei spannenden und informativen Aktionen und Vorführungen fügten. Gut zu sehen, und vor allem für die Kinder interessant, war die kräftezehrende Arbeit von Landwirten und Handwerkern in der oft glorifizierten „guten alten Zeit“.

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Von HANS-BERND GLANZ
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