Die Preise für Heizöl sind derzeit sehr hoch. Lohnt es sich da, die Bestellung hinauszuzögern? Verbraucher sollten auf jeden Fall nicht warten, bis die Reserven aufgebraucht sind.
Denn wer seinen Heizöltank kurzfristig auffüllen will, muss in der Regel für die Heizöl-Lieferung deutlich mehr bezahlen. Expresslieferungen innerhalb von 48 Stunden kosteten zuletzt im Schnitt fast 300 Euro extra, wie eine Analyse des Verbraucherportals Finanztip ergab. Der höchste Aufpreis für eine Expresslieferung innerhalb von 48 Stunden lag bei 857 Euro.
Bei einer Lieferung innerhalb von zehn Tagen lag der Aufpreis im Vergleich zu einer flexiblen Lieferung im Schnitt immer noch bei 3,1 Prozent. Daher raten die Experten, mit der Bestellung nicht zu warten, bis der Tank fast leer ist.
Bei einer flexiblen Lieferung hingegen kann der Händler die Route und das Lieferdatum innerhalb eines Zeitfensters entsprechend seiner logistischen Bedürfnisse planen und verlangt deshalb keinen Aufschlag.
Das Verbraucherportal hat im September für zehn Orte in Deutschland auf zwei großen Vergleichsportalen die Preise für Öl-Bestellmengen von 1.500 und 3.000 Liter bei flexibler Lieferung, Lieferung bis zehn Tage und Express-Lieferung innerhalb von 48 Stunden abgefragt und analysiert.
Wenn es schnell gehen muss, kostet es nicht nur mehr, es gibt auch weniger Auswahl: Bei den Express-Angeboten sank die Zahl der vor Ort verfügbaren Angebote im Vergleich zur flexiblen Lieferung von im Schnitt 9 auf rund 3.
Wer hingegen Zeit und keine Eile hat, kann die Preise der Anbieter in Ruhe vergleichen: So kann man unter Umständen mehrere hundert Euro sparen. Denn zwischen dem teuersten und dem günstigsten Angebot lagen bei einer flexiblen Lieferung laut Finanztip im Schnitt der zehn Orte fast 500 Euro. In einem Fall waren es gut 1.150 Euro.
Auch größere Bestellungen sind fast immer günstiger. Allerdings spart man, wenn man viel Heizöl auf einmal bestellt, meist nur gering. Wenn man 3.000 Liter statt 1.500 Liter bestellte, betrug der Rabatt laut Finanztip im Schnitt 1,3 Prozent. So einen Rabatt sollten sich Verbraucher also nicht mit einer teuren Ratenzahlung erkaufen, so die Experten. Wer nicht alles auf einmal bezahlen kann, fährt mit einer geringeren Menge Heizöl in der Regel günstiger.
Nachdem sie zuletzt die höchsten Stände seit gut vier Jahren erreicht hatten, sind die Heizölpreise in den vergangenen Tagen wieder leicht gesunken.
Bei den Vergleichsportalen esyoil und heizoel24.de lag der Durchschnittspreis für 100 Liter bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern zwischen knapp 167 und gut 168 Euro (Stand: 22. September).
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