Womöglich der Beginn einer neuen Tradition: Um den Besucherinnen und Besuchern des Weihnachtsmarktes zu danken, haben Fierantinnen und Fieranten zwischen den Buden getanzt. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich war mit von der Partie.
Ganz spontan war die Aktion auf dem Martin-Luther-Platz am Dienstagnachmittag. Wenige Minuten, bevor es losgehen sollte, klapperte Jürgen Eff, Vorsitzender der Stadtfreunde, noch ein paar Buden ab, um Tänzerinnen und Tänzer zu gewinnen. In der Zwischenzeit belustigte der Weihnachtsmann – Jürgen Wolf – die Kinder. Die Idee ist zwei Tage vorher in einer gemütlichen Runde der Stadtfreunde entstanden. Fritzi-Bubi, Betreiber eines Glühweinausschanks, hat nach eigenen Aussagen den Anstoß dafür gegeben.
Zu Akkordeon-Klängen von Doris Gmöhling tanzten mehr als zehn Betreiberinnen und Betreiber zwei Lieder lang zwischen ihren Buden. Eine Choreografie gab es nicht. Genau das sei der Charme, so Eff.
Die Stimmung war ausgelassen, das Publikum belustigt. Einige Besucherinnen und Besucher des Marktes blieben stehen, um zuzuschauen. Inspiriert seien die Organisatoren von einem Tanz der Landfrauen in Süddeutschland gewesen, teilte Eff mit. Der gemeinsame Tanz soll ein Dank an alle Gäste sein. Ebenso wie ein Dank an alle Buden-Betreibenden. „Wir haben uns ständig ergänzt, sind gegenseitig eingesprungen”, sagte Fritzi-Bubi im Gespräch mit der FLZ. Einen derartigen Zusammenhalt untereinander habe er nach zwei Jahrzehnten auf dem Weihnachtsmarkt noch nie erlebt. Die Tanz-Aktion werde als neue Tradition etabliert. Sie soll künftig das Highlight am Ende des Weihnachtsmarktes bilden. Gefolgt vom Glühwein-Austrinken.