Ein Wal ist an der Ostseeküste in der Lübecker Bucht gestrandet. Das Tier wurde in der Nacht zu Montag im Wasser vor dem Ortsteil Niendorf der Gemeinde Timmendorfer Strand entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Es sei auf einer Art Sandbank gesichtet worden. Der Wal sei noch am Leben.
Man wolle nun mit allen möglichen Mitteln versuchen, das Tier dorthin zu bringen, wo es wieder weiterschwimmen könne, sagte ein Polizeisprecher am Vormittag. „Das gestaltet sich natürlich schwierig.“ Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) aus Büsum seien hinzugebeten worden und auf dem Weg nach Niendorf. Sie könnten dann auch genauer sagen, um was für einen Wal es sich handelt.
Es sei wichtig, dass sich Unbeteiligte dem Tier nicht nähern, um es nicht noch mehr zu stressen, sagte der Polizeisprecher. Weder aus der Luft, etwa mit einer Drohne, noch von Wasser- oder Landseite aus. Der entsprechende Bereich um den Niendorfer Hafen sei abgesperrt worden.
Es werde vermutet, dass es sich bei dem Wal um dasselbe Tier handelt, das bereits seit einiger Zeit immer wieder in der Ostsee gesichtet wird. Zuerst sei er Anfang des Monats im Wismarer Hafen entdeckt worden. Damals hatten Einsatzkräfte den Wal weitgehend von einem Netz befreit, in dem er sich zuvor verfangen hatte.
Am vergangenen Freitag wurde der Wal vor Travemünde von der Meeresschutzorganisation Sea Sheperd von weiteren Netzresten befreit, wie die Organisation mitgeteilt hatte. Sea Sheperd geht davon aus, dass es sich um einen Buckelwal handelt. Eine Bestätigung gab es zunächst nicht.
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