Großübung in Neunstetten bringt viele Erfahrungen für den Ernstfall | FLZ.de

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Veröffentlicht am 23.09.2024 20:15

Großübung in Neunstetten bringt viele Erfahrungen für den Ernstfall

Atemschutztrupps bargen die „Vermissten“ aus der verrauchten Halle. Derweil bekämpfte die Stützpunktwehr Herrieden von der Drehleiter aus den angenommenen Brand. (Foto: Werner Wenk)
Atemschutztrupps bargen die „Vermissten“ aus der verrauchten Halle. Derweil bekämpfte die Stützpunktwehr Herrieden von der Drehleiter aus den angenommenen Brand. (Foto: Werner Wenk)
Atemschutztrupps bargen die „Vermissten“ aus der verrauchten Halle. Derweil bekämpfte die Stützpunktwehr Herrieden von der Drehleiter aus den angenommenen Brand. (Foto: Werner Wenk)

Die Großübung der Freiwilligen Feuerwehren im Gebiet der Stadt Herrieden, die im Rahmen der Aktionswoche dieses Jahr im Ortsteil Neunstetten abgehalten wurde, hat gut geklappt. Dieses Fazit zog Kreisbrandmeister Norbert Bayer, der zusammen mit Kreisbrandmeisterin Carola Güntner-Hoppe vor Ort war.

Die Einsatzleitung oblag dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Neunstetten, Michael Seibold.

Nur wenige Minuten nach der Alarmierung rückten die Brandschützer aus Herrieden, aus den Stadtteilen sowie aus Aurach zum Gelände der Firma Gima in Neunstetten aus.

Die Wehrleute waren mit folgendem Szenario konfrontiert: Eine Rauchentwicklung in einer Dämmstoffhalle war gemeldet worden. Eine ungewisse Zahl von Arbeitern galt als vermisst. Zudem hatte sich zwischen den Hallen ein Unfall ereignet, bei dem ein Stapler in ein Auto gefahren war und die Gabeln des Staplers den Pkw-Fahrer einklemmten.

Wasserentnahme aus der Altmühl

Während die Brandschützer aus Herrieden, Neunstetten, Elbersroth und Aurach sofort den Löscheinsatz über Hydranten einleiteten, machten sich die Einsatzkräfte aus Stadel, Hohenberg, Oberschönbronn, Roth und Heuberg daran, die Wasserentnahme aus der Altmühl sicherzustellen.

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Derweil verschafften sich die Atemschutztrupps der Neunstetter Wehr Zugang zur verrauchten Halle. Nach und nach bargen sie die drei Vermissten und übergaben sie den Sanitätern der Rot-Kreuz-Bereitschaft Herrieden zur weiteren Versorgung. Aktive der Auracher Wehr befreiten mit Spreizern den Pkw-Fahrer aus seiner misslichen Lage.

Rund 140 Wehrleute beteiligt

Rund 140 Wehrleute sowie sechs Sanitäter waren laut Einsatzleiter Seibold an der Übung beteiligt. Nicht zufriedenstellend war seines Erachtens die Wasserförderung aus der Altmühl. Mittels Verstärkerpumpen musste immerhin eine rund 1200 Meter lange Strecke bis zum Übungsobjekt bewältigen werden. Auch die Wasserentnahme aus einem Hydranten auf dem Firmengelände müsste optimiert werden.

Die vermissten Personen konnten im Zeitrahmen geborgen und auch der Pkw-Fahrer konnte zeitnah aus seiner misslichen Lage befreit werden, teilte Seibold auf Nachfrage mit.

Das Zusammenspiel der Einsatzkräfte habe gut funktioniert, das Übungsziel, wichtige Erfahrungen für einen Ernstfall zu gewinnen, sei erreicht worden, erklärten Einsatzleiter Seibold und Kreisbrandmeister Bayer. Ihr Dank galt den Verantwortlichen der Firma Gima, dass sie das Objekt für die Aktion zur Verfügung gestellt haben.

Lob von der Kreisbrandmeisterin

Kreisbrandmeisterin Carola Günther-Hoppe würdigte das ehrenamtliche Engagement, das die Feuerwehren gemäß dem Motto der diesjährigen Aktionswoche „Nutze deine Stärken. Verändere deine Welt“ zeigten. Auch Bürgermeisterin Dorina Jechnerer erwähnte den unschätzbaren Wert, den die Freiwilligen Feuerwehren für die Allgemeinheit haben.

Die gemeinsame Übung einmal im Jahr sei Tradition, um die Örtlichkeiten zu kennen und für den Ernstfall gerüstet zu sein, betonte die Rathauschefin. Bei dieser Gelegenheit wies sie darauf hin, dass 17 Herrieder Feuerwehrleute von Donnerstag bis Samstag in partnerschaftlicher Verbundenheit bei einem Hochwassereinsatz in Melk mitgeholfen haben.


Von Werner Wenk
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