Ob auf dem Supermarktparkplatz oder im Vorgarten, in Leutershausen gab es am Wochenende nur ein Gesprächsthema: Die Eröffnung des Gustav-Weißkopf-Museums.
Nachdem bereits am Freitag die feierliche Eröffnung mit geladenen Gästenstattgefunden hatte, beschlossen ein Weinfest sowie Museumsführungen den Eröffnungstag. Für Samstag dann lud die Stadt Leutershausen dann alle Interessierten zum Tag der offenen Museumstür. Bei bestem Fliegerwetter und sommerlichen Temperaturen nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich das neue Museum endlich von Innen anzuschauen. Schließlich hattes im Vorfeld für zahlreiche Diskussionen gesorgt.
Bei freiem Eintritt war der Andrang der Bevölkerung so groß, dass der Einlass nur gruppenweise stattfinden konnte, damit es drinnen nicht zu voll wurde. Dies sorgte bei manchen Besuchern für Unmut, immerhin sei die Rede davon gewesen, dass man jederzeit ins Gebäude dürfe, so eine Frau in der Warteschlange.
Da die relativ kurze Wartezeit jedoch an einem schattigen Platz überbrückt werden konnte, überwog bei den meisten doch die Neugier auf das entstandene Museum. „Ich will nur sehen, wie es aussieht, die Geschichte kennen wir alle schon“, bemerkte eine Frau. Viele Einheimische nutzten die kostenfreie Gelegenheit, um sich das Ergebnis der dreijährigen Umbauphase anzuschauen.
Kein Wunder, denn viele Bürgerinnen und Bürger in Leutershausen verbinden mit dem Haus persönliche Erinnerungen und Geschichten. Eine ältere Frau erinnerte sich an das ehemalige Klassenzimmer, das sich vor langer Zeit im Gebäude befand, eine andere zeigte ihrem Sohn die ehemalige Wohnung der Oma, in der sich nun ein Veranstaltungsraum des Museums befindet.
Viele Menschen huschten zügig durch das Museum, andere jedoch nahmen sich die Zeit und bestaunten von den Liegebänken aus die Condor 21, die im größten Raum von der Decke hängt. Vor allem Kinder waren von dem modern gestalteten vierstöckigen Museum begeistert und füllten nicht nur fleißig das Kinderquiz aus, sondern testeten alle interaktiven Elemente zum Thema Luftfahrt, die das neue Museum bietet.
Das „Gustav-Weißkopf-Museum - Pioniere der Lüfte” werde ein Museum, das weit über den Landkreis hinaus an Bedeutung gewinnen wird, betonte Bürgermeister Markus Liebich und auch Museumsleiterin Dr. Laura Gebauer platzte, nach eigener Aussage, beinahe vor Stolz.
Sie und andere Beteiligte des Projektes nahmen auf dem Vorplatz an mehreren Sofatalks teil, bei denen die Geschichte und die Entwicklung des Museums aufgegriffen wurde. Dazwischen begeisterte ein Kindertheater die jungen Besucherinnen und Besucher. Außerdem luden Vereine zum Fliegerbasteln und zu Kindertattoos ein.
Eine Bildergalerie zur Entstehung des Museums finden Sie hier.