Große Fortschritte für die Bildung in Dorf in Südostafrika | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.04.2025 19:55

Große Fortschritte für die Bildung in Dorf in Südostafrika

„Teamgeist in neuen Farben“: Nach der Übergabe gespendeter HG-Ansbach-Trikots an die Schulmannschaft stellten die jungen Sportler sich sofort für ein Dankesfoto auf. (Foto: Martin Schwarz)
„Teamgeist in neuen Farben“: Nach der Übergabe gespendeter HG-Ansbach-Trikots an die Schulmannschaft stellten die jungen Sportler sich sofort für ein Dankesfoto auf. (Foto: Martin Schwarz)
„Teamgeist in neuen Farben“: Nach der Übergabe gespendeter HG-Ansbach-Trikots an die Schulmannschaft stellten die jungen Sportler sich sofort für ein Dankesfoto auf. (Foto: Martin Schwarz)

Die jüngste Projekt-Reise von Martin Schwarz und Helen Kermiser führte das Team von Moyo-Ansbach für Malawi jetzt für mehrere Tage an fünf Partnerschulen und in das Mulanje Mission Hospital im Süden Malawis.

Die Bilanz ist laut einer Pressemitteilung des Vereins ermutigend: Erneut zeige sich, dass mit verhältnismäßig geringen Mitteln enorme Fortschritte in der Bildungs- und Gesundheitsversorgung erzielt werden könnten. Gleichzeitig verschärften eine Inflationsrate von rund 30 Prozent und der Rückzug großer Geberorganisationen – allein das Auslaufen der USAID-Unterstützung reißt ein Loch von etwa 13 Prozent in den Staatshaushalt – die Situation dramatisch.

Zusammenhalt an den Schulen

An allen besuchten Schulen war der Zusammenhalt spürbar. Eltern, Großeltern und Lehrkräfte mauern, kochen und renovieren in Eigenleistung, sobald Baustoffe bereitstehen. So wurde an der Mwangothaya Primary School die Brunnenpumpe noch während des Besuchs instandgesetzt, und auch die neue Schulküche steht kurz vor der Fertigstellung.

An der Nsanjama Primary School startete zeitgleich der Bau eines Feeding Shelters, der künftig über 1500 Kinder täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgen wird. Bereits jetzt lässt sich nachweisen, dass solche Programme die Anwesenheit signifikant erhöhen: In Mapereka beispielsweise stieg die Schülerzahl dank der Schulspeisung von 560 auf über 1200. Zugleich bewirken renovierte Schultische und reparierte Böden messbar bessere Lernergebnisse; Stipendiaten der Mulanje Mission Secondary School gehören inzwischen zu den Besten ihres Jahrgangs.

Fortschritt gefährdet

Doch während sich vielerorts Erfolgsgeschichten abzeichnen, drohen zwei akute Engpässe den Fortschritt zu gefährden. So verfügt die Nsanjama Schule derzeit über lediglich zwei Toilettenkabinen für 1506 Schülerinnen und Schüler.

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Diese Situation ist vor allem für Mädchen unhaltbar. Und eines der Klassengebäude ist so stark beschädigt, dass der Unterricht teilweise unter einem provisorischen Unterstand oder sogar im Freien stattfinden muss; jeder weitere Regen erhöht das Einsturzrisiko. Eine Klasse besteht derzeit aus bis zu 168 Kindern und Jugendlichen auf eine Lehrkraft. Bis Ende Juni 2025 müssen 10.000 Euro zusammenkommen, um beide Maßnahmen – den Bau eines Vierkammer-Toilettenblocks und die vollständige Sanierung des gefährdeten Gebäudes – auf den Weg zu bringen. Damit würden mehr als 1500 Kinder sichere, würdige und gesunde Lernbedingungen erhalten. Jeder Euro fließt ohne Abzüge direkt in das Projekt; alle administrativen Kosten trägt der Verein aus Privatspenden. Hier will der Verein nun schnellstmöglich handeln.

Kleine Beiträge entscheiden

Moyo-Vorsitzender Martin Schwarz betont: „Der Enthusiasmus der Dorfgemeinschaften ist überwältigend. Wenn wir das Material liefern, legen die Menschen sofort los. Gerade jetzt, wo internationale Gelder wegbrechen, entscheiden vergleichsweise kleine Beträge über die Zukunft ganzer Schulgenerationen.“

Neben den kurzfristigen Bauvorhaben plant Moyo für 2025/2026 die Ausweitung von Augen- und Zahnscreenings an Schulen in Zusammenarbeit mit dem Mulanje Mission Hospital sowie ein Pilotprojekt für recycelte Schultische aus Kunststoffabfällen, die deutlich langlebiger sein sollen.

Wer helfen möchte, kann online spenden unter www.spende.moyo-afm.de oder eine Überweisung an das Spendenkonto des Vereins bei der Sparkasse Ansbach tätigen (IBAN DE75 7655 0000 0008 6200 15, BIC BYLADEM1ANS).


Michael Heinz
Michael Heinz
Redakteur in der Lokalredaktion Ansbach seit 2002
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