Fabian Diehm aus Ansbach und Thomas Steiger aus Diebach haben mit dem Rostocker Goalball-Club Hansa auf nationaler Ebene zwei weitere große Erfolge gefeiert.
Nach dem Gewinn des Ligapokals sicherte sich das Team auch die Deutsche Meisterschaft. Der vierte und letzte Spieltag der ersten Bundesliga fand mit allen sechs Teams in Chemnitz statt. Rostock reiste mit der perfekten Bilanz von acht Siegen in acht Spielen an und benötigte nur noch einen Punkt, um nach 2021 und 2023 erneut den Titel zu holen.
Den sicherte sich die Hansa-Truppe bereits im ersten Spiel mit einem souveränen 10:0 über Königs Wusterhausen. Die 7:9-Niederlage im letzten Saisonspiel gegen den Titelverteidiger und ewigen Rivalen Chemnitz spielte keine Rolle mehr. In der Bundesligasaison erzielte Diehm 17 Treffer, Steiger kam auf 14.
„Wir hätten die Saison gerne ohne Niederlage beendet, aber nachdem der Titel bereits sicher war, fehlte im letzten Spiel etwas die Spannung”, berichtet Diehm, der als Physiotherapeut auch gelegentlich bei den Fußballern der SpVgg Ansbach aktiv ist.
Beim Ligapokalfinale in Hamburg war Rostock das klar dominierende Team und holte sich zum dritten Mal in Folge die Trophäe. Siege über die Füchse Berlin (14:4) und BVSV Nürnberg (10:0) brachten den Finaleinzug. Auch hier gab es keine Zweifel am Sieger, denn Blista Marburg wurde mit 12:2 bezwungen.
Nach der Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Finnland war es für die beiden Goalballer aus der Region, die auch gemeinsam in der Nationalmannschaft aktiv sind, der dritte große Erfolg in diesem Herbst.
In der ersten Jahreshälfte hatte Rostock bereits Platz zwei in der Champions League und den Vizetitel bei der Club-Weltmeisterschaft gewonnen. „Es war ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr”, sagt Diehm, der ebenso wie Steiger auch 2026 für Rostock aktiv sein wird.
Höhepunkt im nächsten Jahr ist die Weltmeisterschaft in China, für die sich Deutschland bereits qualifiziert hat. Dann geht es auch um Startplätze für die Paralympics in Los Angeles.
Goalball ist ein Sport für Menschen mit Seheinschränkung. Es geht darum, mit verbundenen Augen einen Klingelball ins gegnerische Tor zu schleudern.