Gemischte Gefühle: Schützenpaar Bühlmeyer aus Frankenhofen zieht WM-Bilanz | FLZ.de

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Gemischte Gefühle: Schützenpaar Bühlmeyer aus Frankenhofen zieht WM-Bilanz

Gut gelaunt: Hanna und Daniel Bühlmeyer. (Foto: Deutscher Schützenbund)
Gut gelaunt: Hanna und Daniel Bühlmeyer. (Foto: Deutscher Schützenbund)
Gut gelaunt: Hanna und Daniel Bühlmeyer. (Foto: Deutscher Schützenbund)

Zum Abschluss der Weltmeisterschaft im Sportschießen in Kairo war Daniel Bühlmeyer aus Frankenhofen mit dem Kleinkalibergewehr im Einsatz. Eine weitere Medaille sprang für den 29-Jährigen nicht heraus. Dennoch zieht er, ebenso wie seine Frau Hanna Bühlmeyer, ein einigermaßen positives Fazit der WM-Premiere.

Da das Feld der Männer im Kleinkaliber-Dreistellungskampf mit 93 Schützen sehr groß war, wurde zunächst eine Elimination geschossen. In dieser qualifizierte sich das deutsche Trio mit Bühlmeyer (starke 589 Ringe), Maximilian Ulbrich (Wilzhofen, 589) und Max Ohlenburger (Idstein, 582) für die eigentliche Qualifikation. In der Teamwertung landete das Team des Deutschen Schützenbundes mit 1760 Ringen auf Rang neun, nur vier Ringe hinter dem Bronzeplatz.

Probleme im Kniend-Anschlag

Was sich in der Elimination bereits angedeutet hatte, setzte sich in der Qualifikation fort. Im Kniend-Anschlag hatten alle drei Probleme. 191 Ringe aus 20 Schuss (96, 95) waren für Bühlmeyer unterdurchschnittlich. Es folgten 197 Ringe liegend (97, 100) und 194 stehend (96, 98). Insgesamt 582 Ringe ergaben Platz 51. Der Finaleingang lag bei 590 Ringen. Den verpassten auch Ulbrich (585, 38.) und Ohlenburger (582, 50.).

Hanna Bühlmeyer bei der WM in Kairo. (Foto: Jürgen Heise)
Hanna Bühlmeyer bei der WM in Kairo. (Foto: Jürgen Heise)

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„Dass kniend schlecht gelaufen ist, war schade. Ich tue mich aktuell schwer mit dem Abziehen, und unter hohem Druck wie bei einer WM wird das dann zum Verhängnis“, so Bühlmeyer, der auch mit den Bedingungen in Ägypten zu kämpfen hatte: „Es war anspruchsvoll zu schießen mit dem Wind, der geherrscht hat“.

Zwei von drei Wettkämpfen waren gut

Insgesamt war Daniel Bühlmeyer mit seiner WM-Leistung, die zu Teamsilber mit dem Luftgewehr führte, nicht unzufrieden. „Die Teammedaille ist da, weil die anderen beiden hervorragend geschossen haben. Luftgewehr war mein Wettkampf auch sehr gut. Zwei von drei Wettkämpfen habe ich gut geschossen, da kann ich ganz zufrieden sein.“

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Das Silbertrio mit Daniel Bühlmeyer, Maximilian Dallinger und Maximilian Ulbrich (von links). (Foto: Jürgen Heise)
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Ähnlich sieht das seine Frau Hanna Bühlmeyer, die zweimal mit dem Luftgewehr im Einsatz war. „Ich werde mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause fliegen”, so die 29-Jährige. „Mein Einzelwettkampf war ordentlich, aber angesichts der Leistungsdichte leider zu wenig für das Finale”, berichtet Bühlmeyer, die sich besonders über die 9,9 im 60. Schuss ärgerte, mit der sie ein besseres Ergebnis verpasste: „Ein Ergebnis über 630 wäre schon zufriedenstellender gewesen.”

Starke Konkurrenz und Zeitdruck

Auch im Mixed an der Seite von Weltmeister Maximilian Dallinger war das Finale außer Reichweite. „Die Konkurrenz ist stark, da kann man sich bei so wenigen Schüssen keinen schlechten erlauben. Der Zeitdruck kommt dazu. Alles in allem nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte, aber dennoch eine ordentliche WM aus meiner Sicht”, sagt Bühlmeyer.

Kein gemeinsames Zimmer

Die WM war die erste große internationale Meisterschaft, die das Ehepaar gemeinsam bestritt. In der Bundesliga schießen beide für den Bund München. Er ist Ingenieur für Beleuchtungstechnik in Flugzeugen, sie arbeitet beim Landratsamt in Augsburg. Ein gemeinsames Zimmer beziehen sie bei Wettkämpfen nicht. „Wir wollen uns im Team integrieren und nicht unser eigenes Süppchen kochen”, so Daniel Bühlmeyer.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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