Eine Besonderheit im Landkreis: Die Gemeinde Rügland ist nach wie vor schuldenfrei. Einen Kredit bedarf es auch in diesem Jahr nicht, obwohl einige Investitionen anstehen. Das Gremium hat die Haushaltssatzung beschlossen.
Um ohne Kredit auszukommen, muss die Gemeinde ihre Rücklagen antasten. Im Vergleich zu anderen Kommunen ist Rügland in diesem Bereich noch recht gut aufgestellt. 2,9 Millionen Euro hat die Gemeinde angespart. Rund 1,3 Millionen Euro sollen laut Auskunft der Verwaltungsgemeinschaft Weihenzell im Laufe des Jahres entnommen werden.
Zudem werden dem Vermögenshaushalt 165.000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt zugeführt, teilte Bürgermeister Wolfgang Schicktanz in der Sitzung mit. Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von rund 2,84 Millionen Euro. Auf der Einnahmenseite steht die Einkommenssteuer mit 948.000 Euro, die im Vergleich zum Vorjahr minimal gestiegen ist. Die Einnahmen durch die Gewerbesteuer sind ein zweites Jahr in Folge mit einem deutlich höheren Betrag angegeben. Die Gemeinde rechnet im laufenden Jahr mit 470.000 Euro. Aus den Grundsteuern A und B würden planmäßig 177.000 Euro an die Gemeindekasse fließen. Die Schlüsselzuweisungen betragen 373.000 Euro.
Der Vermögenshaushalt wird in diesem Jahr mit 4,53 Millionen Euro ausgewiesen. Für den Glasfaserausbau fallen in 2026 noch Kosten von rund 1,3 Millionen Euro an. Die Verwaltung lässt bereits in die Zukunft blicken: 2027 werden zusätzliche 570.000 Euro an Kosten erwartet. Jedoch erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 90 Prozent.
Als größte Investitionen in 2026 schlagen die Sanierung der Kanalisation in Unternbibert (300.000 Euro) und ein neues Feuerwehrauto (215.000) zu Buche. Bei beiden Posten folgen im Jahr 2027 weitere Kosten. Jeweils 150.000 Euro sind für die Pumptrack-Anlage in Rügland (Förderung 75.000 Euro) und für Maßnahmen an der Kläranlage anberaumt. Als Unterstützung erhält die Gemeinde vom Land eine Investitionspauschale von 126.500 Euro.
Der Neubau der Grundschule Dietenhofen nagt verstärkt am Rügländer Haushalt. 61.000 Euro muss die Gemeinde zusätzlich zur Schulverbandsumlage von 175.000 Euro einplanen. Nach der aktuellen Kalkulation würden diese Zusatzkosten bis 2030 anfallen, wie Bürgermeister Schicktanz bereits in der Bürgerversammlung im Februar mitteilte.
Ein dicker Brocken ist erneut die Kreisumlage, die im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen ist. Die Gemeinde muss 880.000 Euro ans Landratsamt überweisen.