Gemeinderat in Diebach: Der Spielplatz in Wolfsau braucht einen neuen Standort | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.02.2026 10:00

Gemeinderat in Diebach: Der Spielplatz in Wolfsau braucht einen neuen Standort

Der kleine Spielplatz in Wolfsau wird rege genutzt, hieß es in der Gemeinderatssitzung. Nur steht er zum Teil auf Privatbesitz und muss nun verlegt werden.  (Foto: Stefan Neidl)
Der kleine Spielplatz in Wolfsau wird rege genutzt, hieß es in der Gemeinderatssitzung. Nur steht er zum Teil auf Privatbesitz und muss nun verlegt werden. (Foto: Stefan Neidl)
Der kleine Spielplatz in Wolfsau wird rege genutzt, hieß es in der Gemeinderatssitzung. Nur steht er zum Teil auf Privatbesitz und muss nun verlegt werden. (Foto: Stefan Neidl)

Hitzige Diskussionen in Diebach: Der Gemeinderat diskutierte unter anderem über die Zukunft des Spielplatzes in Wolfsau.

Florian Lieb ist auch Feuerwehrkommandant. Er hatte einen Antrag für die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens gestellt. Er hat ein gebrauchtes Fahrzeug bei Treuchtlingen im Auge: Modell VW T5, Baujahr 2007, 116.000 Kilometer, Platz für acht Personen. Lieb ist bald auf Lehrgang in Ingolstadt, da könnte er den Wagen auf Zustand und Rost inspizieren: „Wir kaufen kein Klump.”

Für die Anschaffung und Umrüstung mit zum Beispiel einer Blaulichtanlage braucht er ein Budget von etwa 15.000 Euro. Das Problem ist nur: Im aktuellen Haushalt der Gemeinde Diebach sind keine Mittel vorgesehen, der neue Plan wird erst im Mai oder Juni beschlossen. Bürgermeisterin Gabriele Hofacker fragte: „Kann man den so lange reservieren?”

Nach einigem Für und Wider einigte sich der Gemeinderat darauf, 15.000 Euro schon einmal vorsorglich für die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung: Das Fahrzeug muss für diesen Betrag für den Einsatz bereit und umgebaut sein.

Ein weiterer Antrag der Feuerwehr beschäftigte sich mit der Nutzung eines Teils des Gemeindehauses als Umkleiden für die Jugend- und Frauenfeuerwehr. Ein paar Spinde, Regale und Schränke würde die Feuerwehr selber anschaffen. Grundsätzlich herrschte Wohlwollen im Gremium, aber ein Gemeinderat meinte: „Das soll kein Lager werden, falls wir es wieder selbst nutzen wollen.” Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

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Vieles muss beachtet werden

Bürgermeisterin Hofacker gab einen Sachstand zum Spielplatz in Wolfsau ab: Ein Teil des Spielplatzes wurde einst mit Einverständnis des Eigentümers auf Privatgrund errichtet. Doch ein neuer Eigentümer möchte diesen nun dort nicht mehr haben. Was also tun? Eine Verlegung auf eine Wiese in der Nähe hätte den Nachteil, dass direkt daneben ein großer Teich ist – darum scheidet der Standort für Bürgermeisterin Hofacker aus.

Ein Häuschen steht auf der Wiese neben dem Spielplatz und könnte abgerissen werden, um Platz für die Spielgeräte für eine Verlegung von Privat- auf Gemeindegrund zu schaffen. Aber auch hier gab es Bedenken wegen des Zustands der Geräte: Ein Spielplatzprüfer kontrolliert die Einrichtungen regelmäßig. Noch seien sie in einem Zustand, in dem sie genutzt werden können, hieß es. Aber eine Verlegung würde der Prüfer nicht mehr empfehlen. Darum kam die Idee auf, neue Geräte anzuschaffen – doch dies wollte die Bürgermeisterin in Absprache mit dem Spielplatzprüfer machen. Der hatte sich aber erst für den Mai angekündigt. Für einen Gemeinderat kein Hindernis: „Ruft ihn doch einfach an, der kommt ja nicht von Hawaii.”

Soll der Spielplatz überhaupt erhalten werden?

Die Frage kam auf, ob der Spielplatz überhaupt wert sei, ihn zu erhalten? Da wurde ein Gemeinderat grantig: „Jahrzehntelang wollten wir da Kinder haben. Jetzt sind welche da und wir diskutieren, ob er genug frequentiert wird.” Der Gemeinderat will noch über eine Verlagerung und neue Geräte entscheiden. Ein Abbau der Einrichtungen auf Privatgrund ist aber schon ohne Spielplatzprüfer möglich, erklärt Bürgermeisterin Hofacker auf Nachfrage der Redaktion.

Ansonsten informierte die Rathauschefin über den Zeitplan der Kanalsanierung. Aktuell laufen Vorbereitungen, im November soll die Ausschreibung beginnen. Hofacker rechnet mit einem Baubeginn im April 2027.

Außerdem hat Diebach eine Förderzusage von 2,3 Millionen Euro für den Breitbandausbau bekommen. Damit bleibt ein Eigenanteil von knapp 400.000 Euro für die Gemeinde – viel Geld, aber Hofacker stellt klar: „Wenn wir da nicht zugreifen, gehören wir der Katz.”

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