Am 3. Februar hatte das Landratsamt eine Hiobsbotschaft übermittelt: Die Geflügelpest hat den Aischgrund erreicht, vor allem das Weihergebiet rund um Uehlfeld ist betroffen. Doch wie hat sich die Lage seitdem entwickelt? Eine Entwarnung kann die Kreisbehörde jedenfalls noch nicht geben.
„Eingesammelt wurden seit Beginn des aktuellen Geflügelpestgeschehens insgesamt 41 Vögel, die uns von Bürger als verendet gemeldet wurden“, schreibt Susanne Schwab vom Büro des Landrates. Schwäne, Graugänse, Nilgänse und Fischreiher. Der Schwerpunkt liege bei Peppenhöchstädt und Demantsfürth. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat bisher 13 Vögel als H5N1-positiv – also mit der neuen Vogelgrippe-Variante infiziert – bestätigt. Die weiteren Ergebnisse stehen noch aus.
In der Zwischenzeit wurden in Dachsbach-Göttelbrunn weitere tote Tiere gefunden. Das Landratsamt berichtet von fünf Gänsen und einem Schwan, die dort eingesammelt wurden. Bislang steht fest: Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen hat allgemein „aviäre Influenza“ festgestellt, nun liegt es beim FLI, das Virus näher zu bestimmen.
Je ein Vogel wurde außerdem im Emskirchener Ortsteil Hohholz und in Markt Nordheim-Kottenheim gemeldet. Nach der Beprobung gab es jedoch Entwarnung: „Diese waren AI-negativ“, also nicht von der Vogelgrippe betroffen, schreibt Schwab.
Doch was bedeutet das für die Bürger? „Bisher gab es von Seiten des Landratsamtes noch keine Einschränkungen – keine Allgemeinverfügung mit zum Beispiel einem Aufstallungsgebot“, so Schwab. „Es wurde lediglich eine Empfehlung zur gewissenhaften Einhaltung der allgemein gültigen Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelbetrieben sowie in der Hobbyhaltung ausgesprochen.“ Ob eine Allgemeinverfügung nötig wird? „Das ist je nach weiterem Verlauf des Geschehens abzuwarten“, das man genau beobachte. Das Landratsamt befindet sich im engen Kontakt zu den benachbarten Kommunen und der Regierung. Die Krankheit ist auf Menschen kaum übertragbar, bislang sind weltweit nur wenige derartige Fälle bekannt.