Garten-Freuden im Herbst: So gelingt ihr grünes Projekt! | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.09.2026 20:03

Garten-Freuden im Herbst: So gelingt ihr grünes Projekt!

Gesund und lecker: Die Erntesaison für Kürbisse steht an. (Foto: Pixabay)
Gesund und lecker: Die Erntesaison für Kürbisse steht an. (Foto: Pixabay)
Gesund und lecker: Die Erntesaison für Kürbisse steht an. (Foto: Pixabay)

Im Spätsommer und Herbst kann man im Garten eine Vielzahl an Obst- und Gemüsesorten ernten, aber auch noch für Farbe im Garten sorgen. Es lohnt sich, das Grundstück liebevoll zu hegen und zu pflegen.

Den Kürbis nicht zu früh ernten

Kürbisse sehen im Garten nicht nur schön aus, sie sind zudem in der Küche für zahlreiche Rezepte verwendbar. Die Früchte können gut am Fuße eines Kompostes gepflanzt werden. Dort sind sie durch das Sickerwasser genügend mit Nährstoffen versorgt. Außerdem überwuchern die Ranken vom Kürbis den Kompost und lassen ihn ansehnlicher aussehen. Erste Speisekürbisse sind bereits im August erntereif.

Bei anderen Sorten ist es erforderlich, bis in den September oder Oktober zu warten. Vorsorglich kann man die fast ausgereiften Früchte auf eine Schicht Stroh oder Holzwolle legen, um zu verhindern, dass sie durch den Kontakt zur Erde verfaulen. Sie sollten so gelegt sein, dass der Stiel nach oben zeigt. Die Erntezeit für den Kürbis ist gekommen, sobald er die für seine Sorte typische Färbung angenommen hat. Weiterhin muss der Stiel holzig, bräunlich und verhärtet sein.

Die Schale ist ebenfalls ausgehärtet. Sie kann nicht mit dem Fingernagel eingeritzt werden. Der ausgereifte Kürbis wächst nicht mehr und seine Blätter verfärben sich ins Gelbliche. Bei größeren Früchten gibt die Klopf-Probe Aufschluss. Klingt der Kürbis beim Klopfen hohl, ist er reif. Damit er möglichst lange haltbar ist, wird der Kürbis mit Stiel geerntet. Andernfalls könnte er anfällig für Pilzkrankheiten sein. Etwa fünf bis zehn Zentimeter werden von dem Stiel mit abgeschnitten. Der Kürbis wird geerntet, ehe der erste Nachtfrost einsetzt. Die Früchte lassen sich an einem Ort lagern, der sie vor Kälte schützt.

Bunte Stauden gegen graue Herbsttage

Auch im Herbst kann ein Garten mit bunter Blütenpracht aufwarten. Astern zählen zu den Klassikern in einem herbstlichen Staudenbeet. Häufig werden sie aufgrund ihrer sternenförmigen Blüten als Sternblumen bezeichnet. Farblich gibt es sie in vielen Varianten von Rosa über Violett, Rot, Blau und Weiß. Manche Sorten blühen auch noch im November. Die Blumen gelten als pflegeleicht und bieten zudem Nahrung für die Bienen.

Neben den Astern bringt die „Hohe Fetthenne” mehr Farbe ins Herbstbeet. Sie blüht bis in den Oktober. Die Blütendolden strahlen in einem rosafarbenen oder rostroten Ton. Es gibt sie außerdem in Weiß oder einem helleren Rot. Besonders beliebt unter den Sorten der Hohen Fetthenne ist die „Herbstfreude“. Sie gilt als robust. Chrysanthemen werden für ein buntes Herbstbeet ebenfalls gern gepflanzt.

Je nach Sorte sind sie aufgrund ihrer langen Blütezeit sogar noch im November ein Blickfang. Die Pflanzen brauchen nur wenig Pflege. Es gibt über vierzig verschiedene Arten. Gelbe und orangefarbene Blüten setzen zusätzliche Farbtupfer ins Beet und sorgen für schöne Kontraste zu den anderen Blüten. Weitere Blütenstauden, die den Garten in den grauen Herbsttagen farblich freundlicher gestalten, sind Storchschnabel, Silberkerze, Herbst-Anemone und Lilientraube.

Fruchtige Süße für kalte Wintertage

Die Erntezeit für die Quitten ist von Ende September bis November. Sie werden mit der Hand vom Ast abgedreht. Als besonders aromatisch erweisen sich Quitten, wenn sie ausgereift sind. Besteht Unsicherheit bezüglich des Reifegrades, sollte man eine Quitte öffnen. Wenn die Kerne braun sind, ist sie reif. Nicht alle Sorten schmecken roh. Viele Arten hierzulande sind säuerlich, bitter und hinterlassen ein pelziges Gefühl auf der Zunge. Manche türkische und asiatische Quittensorten ähneln dagegen geschmacklich einem Apfel.

Bei einer reichen Ernte stehen nicht wenige Gartenbesitzende vor der Frage, wie die Quitten zu verarbeiten sind. Wichtig ist, das Kerngehäuse großzügig herauszuschneiden, da die Quittenkerne giftige Blausäure enthalten. Eine beliebte Verarbeitungsmöglichkeit ist das Einkochen der Früchte zu einem Gelee. Dieser wird von vielen gern über die Wintertage verzehrt oder an andere verschenkt. Darüber hinaus eignen sich Quitten als Dörrobst. Getrocknet ergeben sie einen gesunden Snack.

In Kombination mit Fleisch sind sie ebenfalls schmackhaft. Schweinebraten oder Wildbret harmonieren gut mit der fruchtigen Note. Quittensirup und Quittenkompott sind weitere Möglichkeiten zur Verarbeitung. Beides passt gut zu Süßspeisen wie Pudding, Vanilleeis oder warmen Waffeln. Süßes Quittenbrot zur Weihnachtszeit ist in Deutschland weniger bekannt. Anders als der Name vermuten lässt, ist das Brot kein klassisches Brot. Es ähnelt einem fruchtigen Konfekt und ist eine spanische Adventsspezialität, die aus eingekochtem und erkaltetem Quittenmus besteht.

Novalis

Wertvolle Gäste: Auch für Insekten können Gartenbesitzer in den nächsten Wochen wieder viel tun. (Foto: Christian Treffer)
Wertvolle Gäste: Auch für Insekten können Gartenbesitzer in den nächsten Wochen wieder viel tun. (Foto: Christian Treffer)

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03.09.2026 20:02
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