Galerie Kunstquartier Ansbach: Statt Kleider hängen jetzt Gemälde | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.05.2026 19:07

Galerie Kunstquartier Ansbach: Statt Kleider hängen jetzt Gemälde

Wollen mit der Galerie Kunstquartier Ansbach einen Begegnungsort schaffen (von links): Claudia Geißler-Kraft, Peter Schuhbauer und Ursula Pendelin. (Foto: Elke Walter)
Wollen mit der Galerie Kunstquartier Ansbach einen Begegnungsort schaffen (von links): Claudia Geißler-Kraft, Peter Schuhbauer und Ursula Pendelin. (Foto: Elke Walter)
Wollen mit der Galerie Kunstquartier Ansbach einen Begegnungsort schaffen (von links): Claudia Geißler-Kraft, Peter Schuhbauer und Ursula Pendelin. (Foto: Elke Walter)

Kunst interessiert ihn schon seit seiner Jugend, jetzt erfüllte sich Peter Schuhbauer einen Traum und eröffnete in der Pfarrstraße 1 seine Galerie Kunstquartier Ansbach. Dort, wo bis vor wenigen Monaten noch ein Kleidergeschäft die Menschen anlockte, laden nun Kunstwerke die Menschen zum Eintreten ein.

Auf dem Weg vom Martin-Luther-Platz in Richtung Durchgangsschulhaus, kommt man direkt an der neuen Galerie vorbei, die dort seit vergangenen Dezember besteht. „Wir befinden uns“, so der Inhaber, „noch im Aufbau, aber die Räumlichkeiten sind bereits gut bestückt.“ Bilder unterschiedlicher Stilrichtungen, Fotografien oder neben anderem auch filigrane Glaskunst sind da zu entdecken, etwa von Ilse Feiner, Ekkehardt Hofmann, Murat Suna, John Wysocky, Angel Guerrero Ferrer oder auch Gaby Metzger.

Im Hauptberuf hat Peter Schuhbauer, Jahrgang 1957, nichts mit Kunst zu tun, er ist Gutachter, unter anderem auch für Oldtimer. Große Unterstützung bekommt er von seinen beiden Mitstreiterinnen, das sind Ursula Pendelin und Claudia Geißler-Kraft. Im Hintergrund seien da aber noch mehr Menschen beteiligt. Für die große Unterstützung ist er sehr dankbar.

Angebot ohne Hürden und Verpflichtungen

Schuhbauers Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Kunst zu erleben ist und gleichzeitig ein Begegnungsort entsteht. Er lädt alle ein, einfach spontan vorbeizuschauen, ohne jegliche Hürden oder Verpflichtungen. Bis alles vollständig am Laufen ist, öffnet die Galerie zunächst stundenweise. Kontakt, so der Galerist, könne aber auch jederzeit unter der Mobilnummer 0171/ 7760366 aufgenommen und so auch kurzfristig ein Besuch ermöglicht werden.

„Wir freuen uns über alle“, ergänzt er, „die den Weg zu uns finden.“ Das gelte natürlich auch für Künstlerinnen und Künstler, die ausstellen möchten. Zu einem Kunstverein in Waldsassen bestehe auch schon Kontakt, das Interesse am gegenseitigen Austausch sei groß.

Langfristig soll die Galerie in eine Stiftung münden, mit dem Ziel, die Ansbacher Innenstadt mit künstlerischen Impulsen positiv zu beleben, dabei auch für den künstlerischen Nachwuchs eine Plattform zu bieten.

Ganz wichtig ist den dreien, Angebote zu fördern, die es Jugendlichen, im Rahmen von Schulprojekten ermöglichen können, mit Kunst und Kultur in Kontakt zu kommen. Ein erstes Projekt hat die frühere Lehrerin Claudia Geißler-Kraft mit einer Berufsintegrationsvorklasse des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Ansbach – Triesdorf schon gemacht. „Das lief recht gut“, sagt sie rückblickend. Die jungen Leute seien interessiert gewesen und hätten sich auch künstlerisch einbringen können. „Das wollen wir natürlich ausbauen“, sagt sie.

Galerie noch im Aufbau

Ideen haben die drei noch viele, aber zuerst stehen andere Aufgaben an: etwa einen Flyer zu entwickeln oder die Homepage auf den Weg zu bringen. Auch müssten die Stiftungsziele noch im Einzelnen genauer formuliert werden. Langfristig denkt Schuhbauer auch daran, einen Katalog für die Galerie zu erstellen. Erst einmal planen er und sein Team aber für das Altstadtfest. Schon während des Weihnachtsmarktes hätten viele Menschen an dem neuen Angebot Interesse gezeigt, so Schuhbauer. „Daran möchten wir“, ergänzt er, „mit erweiterten Öffnungszeiten sowie besonderen Angeboten während der Stadtfesttage anknüpfen.“ Schuhbauer denkt da zum Beispiel an einen Portraitkünstler.

Geöffnet ist die Galerie Kunstquartier Ansbach derzeit von Dienstag bis Freitag jeweils zwischen 14 und 19 Uhr, samstags von 11 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Unter der Mobilnummer 0171/7760366 kann ein Besuch außerhalb der Öffnungszeiten auch kurzfristig vereinbart werden. Während des Ansbacher Altstadtfestes, das vom 3. bis 7. Juni gefeiert wird, plant die Galerie, erweiterte Öffnungszeiten in den Abendstunden anzubieten.


Von ELKE WALTER
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