Der 24. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Süd bietet mit zwei Westmittelfranken-Derbys besondere Brisanz. Darüber hinaus benötigen die Verfolger dringend Punkte, um im Rennen um die vorderen Plätze zu bleiben.
Das erste Derby steigt am Samstag, 28. März, um 16 Uhr zwischen den Sportfreunden Dinkelsbühl (7. Platz/35 Punkte) und der SG TSV/DJK Herrieden (9./31). Der bisherige Saisonverlauf beider Teams könnte nicht unterschiedlicher sein. Während die Sportfreunde lange oben mitspielten und zwischenzeitlich sogar Tabellenführer waren, konnte sich Herrieden zumindest vorerst aus der Abstiegszone befreien. Nun treffen beide Mannschaften mit vier Punkten Differenz im Tabellenmittelfeld aufeinander, wobei Dinkelsbühl zwei Spiele weniger absolviert hat.
Ein Duell dieser Vereine bedeutet gleichzeitig ein Duell der Top-Torjäger. Tim Müller ist mit 19 Treffern aus 21 Spielen die Dinkelsbühler Lebensversicherung und somit gleichzeitig führender in der Torschützenliste. Auf Platz vier mit 14 Treffern folgt Michael Sperr für die SG Herrieden. Beide befinden sich in bestechender Form und erzielten in den vergangenen zwei Spielen drei Tore. Auch das Hinspiel-Ergebnis verspricht eine torreiche Begegnung: Beim 3:3 trafen allerdings weder Müller noch Sperr.
In der Tabelle direkt zwischen Dinkelsbühl und Herrieden steht der FC/DJK Burgoberbach (8./33). Am Samstag empfängt er um 16 Uhr den TSV Meckenhausen (14./20) und trifft somit auf die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft der Liga. Meckenhausen konnte außerdem keines der letzten sechs Spiele gewinnen, während Burgoberbach gut in Form ist und am vergangenen Spieltag nur sehr unglücklich gegen den Tabellenführer Wendelstein verlor. Burgoberbach geht als Favorit in die Partie und hat etwas gutzumachen, denn das Hinspiel konnte Meckenhausen mit 2:0 für sich entscheiden.
Etwas gutzumachen hat auch der FV Fortuna Neuses (6./37). 0:4 stand am letzten Wochenende auf der Anzeigetafel nach ernüchternden 90 Minuten gegen Alesheim. Einfacher dürfte es am Sonntag, 29. März, aber nicht werden, denn man empfängt um 15 Uhr den FC Wendelstein (1./47). Gegen die beste Defensive der Liga wird es dabei besonders auf Fortuna-Kapitän David Scherb ankommen, der mit 19 Treffern maßgeblichen Anteil an der guten Saison hat. Doch nicht nur er braucht einen Sahnetag, wenn man den Tabellenersten schlagen will. Wendelstein verlor bisher nur ein einziges Auswärtsspiel.
Der SC Aufkirchen (2./46) marschiert kontinuierlich Richtung Aufstieg. Sechs Ligaspiele in Folge konnte der Sportclub gewinnen und steht dementsprechend ganz oben in der Rückrundentabelle. Mit dem FV Uffenheim (4./40) trifft man am Sonntag auf einen Frankenhöhe-Rivalen, der ebenfalls Aufstiegsambitionen hegt. Zuletzt mussten sich die Grün-Weißen zwar mit einer späten Punkteteilung begnügen, doch mit einem Sieg im Derby wäre der Anschluss an die Spitze wiederhergestellt. An Motivation sollte es demnach nicht fehlen. Anpfiff des Sechs-Punkte-Spiels ist um 16 Uhr.