Nach Silvester ist vor Silvester. Bundesweit halten die Diskussionen über das Für und Wider von Böllern und Feuerwerk an. In Ansbach meldet sich die Offene Linke mit einem Antrag an den Stadtrat zu Wort. Der Fraktion geht es um „eine sichere und böllerfreie Veranstaltung” für den Jahreswechsel 2026/27 in der Innenstadt.
Gemäß dem Willen der Offenen Linken soll der Stadtrat die Verwaltung beauftragen, es zu prüfen, dass man eine solche Veranstaltung ausführt. „Zum Einsatz kommen können dabei unter anderem künstlerisch hochwertige Lichtinstallationen, Lasershows, Musik und Bewirtung.”
Neben Belastungen von Menschen, Tieren und Luftqualität nähmen Gefahren durch unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern in den vergangenen Jahren zu. Rettungskräfte gerieten bei zeitgleichen Schadensereignissen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit.
„Unser gemeinsames Ziel sollte die Entlastung von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Polizei sein”, schreibt Fraktionschef Boris-André Meyer in dem Antrag an Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU). Gleichzeitig sollen Ansbacherinnen und Ansbacher seiner Ansicht nach gemeinsam sicher feiern können.
Mit Blick auf begrenzte rechtliche Spielräume der Kommune schlägt die Fraktion eben vor, es zu prüfen, so eine böllerfreie Veranstaltung im Stadtzentrum auszuführen. Um den Aufwand zu minimieren, könnte man Einrichtungen des Weihnachtsmarkts und Erfahrungswerte von immer mehr anderen Städten nutzen, die solche Feiern anböten, zum Beispiel Rothenburg.
In diesem Rahmen könnten Menschen zusammenkommen, sicher feiern und ganz ohne Bevormundung anderer zeigen, dass für einen gelungenen Rutsch ins neue Jahr nicht zwangsläufig Pyrotechnik nötig sei. Erst 2024 zeigten Studierende der Hochschule an der Fassade der Kirche St. Gumbertus eine viel beachtete Lasershow, wie der Fraktionsvorsitzende betont.
„Ähnlich hochwertige Lichtinstallationen in der Innenstadt mit Musik, Bewirtung und weiteren Angeboten wären ein Besuchermagnet.” So würde man auch die seit einigen Jahren unterbrochene Tradition öffentlicher Silvesterfeiern im Stadtzentrum wiederbeleben.
Was es betrifft, eine solche Veranstaltung zu finanzieren, legt Boris-André Meyer dar: „Die vorgeschlagene Maßnahme ist infolge von Müllvermeidung sowie weniger Schäden an öffentlicher Infrastruktur potenziell aufwandsneutral.”