In ihrer Rolle als Tauberzeller Weinprinzessin hat Nina Grießmeyer allerhand zu tun. Mit ihrem Beruf als Inbetriebnahme- und Servicetechnikerin in einer Burgbernheimer Firma lässt sich das aber gut vereinbaren. Durch ihre Familie ist sie sehr heimatverbunden.
Nina Grießmeyer trägt die Krone der Tauberzeller Weinprinzessin seit 7. Dezember und war knappe drei Wochen später zusätzlich als Tauberscheckenbacher Christkind gefragt. So besuchte sie in Begleitung des Weihnachtsmannes und der Dorfjugend die Kinder der Gemeinde. Sie erinnert sich gerne an ihre eigene Kindheit zurück.
Nina Grießmeyer lebt in einem Drei-Generationen-Haus. Gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt vor dem Alter hat sie von klein auf gelernt. Weil sich die 20-jährige im Elternhaus mit den Großeltern recht wohl fühlt, denkt sie derzeit auch überhaupt noch nicht ans Ausziehen. Ihr Freund wohnt in Sachsen bei Leutershausen.
Ihre Familie war auch stark vertreten beim Weihnachtskonzert des Jugendblasorchesters Rothenburg, in dem sie mitwirkt. Wegen der großen Nachfrage reichte eine Aufführung in der Reichstadthalle nicht aus. Deshalb musste sie die beiden Abende, also den 28. und 29. Dezember, von anderen Verpflichtungen freihalten. Als Musikerin hat sie mit ihrer Klarinette ihr Können schon oft unter Beweis gestellt. Auch im Musikverein Tauberzell ist sie aktiv.
Nina Grießmeyer hat 2020 zum Ende der zehnten Klasse ihre Schulzeit an der Valentin-Ickelsamer-Mittelschule mit dem Mittleren Bildungsabschluss beendet. In einer Burgbernheimer Firma, die klimaneutrale Holzfeuerungsanlagen produziert, begann sie anschließend die Ausbildung zur Elektronikerin für Automatisierungstechnik.
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung im Februar 2024 wurde sie unbefristet von ihrem Ausbildungsbetrieb als Inbetriebnahme- und Servicetechnikerin übernommen. Nachdem die Weichen für ihre berufliche Zukunft gestellt waren, wurden nun nach und nach auch die Fragen nach der zukünftigen Weinprinzessin zunehmend lauter und deutlicher. Nina berichtet, dass Johannes Schneider, Vorsitzender des Heimat- und Weinbauvereins und Bürgermeister, sie „ganz offiziell“ gefragt hat. Diese Anfrage sei für sie aber keine Überraschung gewesen, denn: „Ich wusste es schon lange, dass ich es einmal machen werde.“
Schon nach Abschluss ihrer Berufsausbildung hat sie damit gerechnet, dass der Heimat- und Weinbauverein Tauberzell auf sie zu kommen werde. Allerdings, so betont sie: „Es werden immer mehrere Kandidatinnen gefragt.“ Und immer noch gelte für eine potenzielle Kandidatin das Auswahlkriterium, nicht verheiratet zu sein. Die Weinprinzessin ist sehr engagiert im Heimat- und Weinbauverein, bei Festen und Veranstaltungen und bei der Weinlese im Herbst.
Bei einer Weinlese vor einigen Jahren hat sie wohl zum ersten Mal über ihren Jugendtraum laut nachgedacht: „Irgendwann möchte ich auch einmal die Krone der Weinprinzessin tragen.“ Vielleicht kam ihr auch die langjährige Tradition der Familie zugute, denn zum einen sind Eltern und Großeltern schon viele Jahre ehrenamtlich für den Verein tätig und zum anderen kamen aus der näheren Verwandtschaft mit Cousine Eva-Maria Danner und Tante Marion Beck bereits zwei weitere Tauberzeller Weinhoheiten in den Genuss dieser besonderen Ehre.
Auch zwischen der politischen Gemeinde Adelshofen und den Familien Beck und Grießmeyer gibt es eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Vater Andreas Grießmeyer ist Mitglied des Gemeinderates, Opa Horst Beck wurde aufgrund seiner jahrzehntelangen herausragenden Verdienste 2023 zum Ehrenbürger ernannt und Opa Otto Grießmeyer hat sich bis ins hohe Alter für die Belange der Gemeinde Adelshofen vorbildlich engagiert.
Familie ist für Nina Grießmeyer sehr wichtig. Sehr viel bedeutet ihr die Unterstützung ihres Freundes, der sie auch zu den ersten Auftritten begleitete. „Von meiner Familie und meinem Freund habe ich uneingeschränkte Rückendeckung. Die würden mich nie im Stich lassen.“
Die sympathische und charmante Weinprinzessin blickt optimistisch in die Zukunft. Ihr Arbeitgeber, ein Familienbetrieb mit circa 30 Mitarbeitenden, sei ihr gegenüber sehr flexibel. „Es ist ja auch keine Selbstverständlichkeit, dass eine echte Weinprinzessin zum Kreis der Angestellten gehört.“ Nina möchte dort in den nächsten Jahren erst einmal viel Berufserfahrung sammeln. In der Regel ist sie von Montag bis Donnerstag unterwegs auf Montage. Eventuell hängt sie eines Tages noch die zweijährige Ausbildung zur Technikerin dran. Da möchte sie sich aber aktuell noch nicht festlegen.
Für das Jahr 2025 stehen erst einmal viele Verpflichtungen und Termine auf dem Programm. Neben diversen Neujahrsveranstaltungen ist da beispielsweise ein Besuch bei der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße vorgesehen. Und auch ein Empfang mit den befreundeten Herriedern ist geplant. Das wird aber ein Heimspiel, denn Treffpunkt ist die Tauberzeller Heckenwirtschaft.