„Frisches Gesicht“: Gavel übernimmt Bayerns Basketballer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.06.2026 12:56

„Frisches Gesicht“: Gavel übernimmt Bayerns Basketballer

Anton Gavel übernimmt die Münchner Basketballer. (Archivbild) (Foto: Sven Hoppe/dpa)
Anton Gavel übernimmt die Münchner Basketballer. (Archivbild) (Foto: Sven Hoppe/dpa)
Anton Gavel übernimmt die Münchner Basketballer. (Archivbild) (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Der Zoff um Erfolgstrainer Anton Gavel ist beendet. Der mehrmalige deutsche Meister wird neuer Basketball-Coach des FC Bayern. Gavel verlässt nach viel Ärger den Bundesliga-Rivalen Bamberg Baskets und unterschreibt in München einen Dreijahresvertrag.

„Wir sind sehr froh, dass in Anton Gavel unser absoluter Wunschkandidat den sportlichen Neuanfang unserer Mannschaft übernimmt“, sagte der Münchner Vereinspräsident Herbert Hainer. „Anton ist eine prägende Persönlichkeit des deutschen Basketballs und hat nach seiner sehr erfolgreichen Spielerkarriere bereits beachtliche Erfahrungen und Erfolge als Trainer gesammelt. Wir sind schon länger mit ihm im Austausch gewesen, er verkörpert ein frisches Gesicht einer neuen Trainergeneration.“

Gavel kennt Halle und Office bestens

Der gebürtige Slowake, der auch für die deutsche Nationalmannschaft auflief, spielte in der Bundesliga unter anderem für Bamberg und die Münchner. Der frühere Aufbauspieler war Kapitän der Double-Mannschaft des FC Bayern von 2018. Nach seinem Karriereende betreute er den Ulmer Basketball-Nachwuchs, ehe er dort die Profis übernahm und seit 2024 die Bamberger coachte.

Gavel wurde 2023 sensationell Meister sowie 2026 Pokalsieger und Trainer des Jahres. „Ich bedanke mich bei Herrn Hainer und der gesamten Bayern-Organisation für das Vertrauen, das dieser so stark gewachsene Verein mir entgegenbringt. Ich kenne dort noch viele Gesichter, das Office und die Hallen, wo ich nach meiner Karriere allererste Schritte in den Trainerbereich gegangen bin“, sagte Gavel. „Ich freue mich auf diese große Aufgabe, vor der ich ebenso großen Respekt habe.“

Auf Gavel wartet viel Arbeit. Die Bayern schlossen die vergangene Saison frustriert ohne Titel ab. Im Playoff-Finale der Bundesliga unterlagen die von Altmeister Svetislav Pešić betreuten Münchner Alba Berlin. Im neuen Sportdirektor Thorsten Leibenath trifft Gavel zudem auf einen alten Bekannten aus gemeinsamen Zeiten Ulmer Zeiten.

Formfehler und böses Blut

„Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen mit Anton, wir haben mit großer Freude seine Entwicklung als Trainer in den vergangenen Jahren verfolgt. Er bringt enorme Energie und eine klare, moderne Idee vom Basketball mit und wird uns helfen, unsere erfolgreiche Entwicklung fortzusetzen. Wir alle können es kaum erwarten, mit Anton in das nächste gemeinsame Kapitel zu starten“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Adrian Sarmiento.

Mit dem Wechsel Gavels hat auch ein Streit sein Ende gefunden. Der begehrte Coach hatte in Franken eigentlich noch einen Vertrag bis zum Sommer 2027. Gavel kündigte ihn jedoch jüngst und verwies dabei auf einen Formfehler bei der Unterschrift. Die Bamberger warfen dem bayerischen Rivalen vor, die Aktion unterstützt zu haben, um sich eine Ablösesumme sparen zu wollen. Die Münchner wiesen diese Darstellung zurück und sprachen zuletzt von einem beruhigten Verhältnis.

„Dass das jetzt möglich ist, verdanke ich auch den Verantwortlichen in Bamberg, die am Ende eine gemeinsame Lösung ermöglicht haben. Mir ist wichtig zu sagen, dass es nie meine Absicht war, den Verein vor den Kopf zu stoßen“, erklärte Gavel. „Umso mehr freut es mich, dass am Ende eine einvernehmliche Lösung gefunden wurde.“

© dpa-infocom, dpa:260629-930-303155/1


Von dpa
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