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Veröffentlicht am 26.06.2023 15:54

Freibad in Feuchtwangen wieder länger geöffnet

Der Schleifweiher als Naturgewässer gilt als eine der Attraktionen im Feuchtwanger Freibad: Waren dessen Öffnungszeiten in den zurückliegenden beiden Wochen verkürzt, so können die Badegäste seit Montag wieder zu den regulären Zeiten in die Freizeiteinrichtung kommen. (Foto: Martina Kramer)
Der Schleifweiher als Naturgewässer gilt als eine der Attraktionen im Feuchtwanger Freibad: Waren dessen Öffnungszeiten in den zurückliegenden beiden Wochen verkürzt, so können die Badegäste seit Montag wieder zu den regulären Zeiten in die Freizeiteinrichtung kommen. (Foto: Martina Kramer)
Der Schleifweiher als Naturgewässer gilt als eine der Attraktionen im Feuchtwanger Freibad: Waren dessen Öffnungszeiten in den zurückliegenden beiden Wochen verkürzt, so können die Badegäste seit Montag wieder zu den regulären Zeiten in die Freizeiteinrichtung kommen. (Foto: Martina Kramer)

Schwimmer und andere Wasserratten können Feuchtwangens Freibad seit Montag auch wieder vormittags und damit länger besuchen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen war die Freizeiteinrichtung während der beiden zurückliegenden Wochen täglich erst ab 13 Uhr zugänglich – aufgrund von krankheitsbedingtem Personalmangel.

Aktuell ist das Bad montags ab 13 Uhr, dienstags bis donnerstags ab 11 Uhr sowie freitags bis sonntags ab 10 Uhr geöffnet. Die Kasse schließt täglich um 19 Uhr, um 19.30 Uhr müssen die Gäste die Becken beziehungsweise den Schleifweiher verlassen und um 20 Uhr endet der Badebetrieb. Zudem gelten eingeschränkte Öffnungszeiten bei Regen und Kälte. An solchen Tagen ist das Freibad nur von 9 bis 11 Uhr sowie von 16.30 bis 18.30 Uhr zugänglich.

Lange Warteschlange am Sonntag

Ihrem Unmut wegen der bis dato verkürzten Öffnungszeiten hatten Bürger während der zurückliegenden Tage gegenüber der FLZ Luft gemacht. Auch berichtete eine Besucherin, dass sich die Badegäste konkret am Sonntagmittag in Geduld üben mussten: Als die Kasse ab 13 Uhr besetzt gewesen war, habe sich eine lange Warteschlange gebildet. Rund 15 Minuten habe es bis zum Einlass ins Freibad gedauert.

Hatten die Verantwortlichen über die eingeschränkten Öffnungszeiten im Internet frühzeitig informiert, so verwies der Leiter der Feuchtwanger Bäderbetriebe, Stefan Eckerlein, gestern auf FLZ-Anfrage auch auf einen Aushang am Eingang des Bads. Der Engpass sei durch Ausfälle beim Fachpersonal entstanden. Und nach wie vor sei von fünf Kollegen eine Person krank. Aktuell arbeiteten drei Leute im Frei- und eine Person im Hallenbad. Dieses könne die Öffentlichkeit derzeit zwar nicht nutzen, für die Schulen bleibe es aber offen.

Zudem zählten zum Personal zwei feste und vier weitere Rettungsschwimmer, berichtete Eckerlein und sprach von insgesamt rund zehn Beschäftigten, die im Schichtdienst für die Badegäste arbeiten.

Dass die seit 2011 stabilen Eintrittspreise mit drei und werktags ab 17 Uhr mit einem Euro pro Erwachsenem sehr moderat seien, räumten auch Kritiker gegenüber der FLZ ein. Gleichwohl sei es nicht nachzuvollziehen, warum die Familienkarte für 100 Euro bis dato nur dann gelte, wenn der Nachwuchs zwischen sechs und 17 Jahre alt ist. Denn Eltern von unter Sechsjährigen (die dürfen kostenfrei rein) hätten bislang 120 Euro – also den Preis für zwei Erwachsenen-Dauerkarten á 60 Euro – berappen müssen, um das Bad die Saison über im Familienverband nutzen zu können.

Jedoch hat die Stadt auf derlei Vorhalte inzwischen reagiert: Wie Bürgermeister Patrick Ruh gestern auf Nachfrage sagte, hat er unlängst veranlasst, dass auch Eltern von jüngeren Töchtern und Söhnen die Familienkarte für 100 Euro bekommen.

Derweil kostet die Einzeltageskarte für Kinder und Jugendliche vom sechsten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr einen Euro. Für Saisonkarten müssen sie 20 Euro entrichten. Darüber hinaus gelten Ermäßigungen für Schüler und Studenten, für Personen im sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst sowie für Schwerbehinderte.

Schon vor ziemlich genau einem Jahr hat ein „Runder Tisch Freibad“ mit Vertretern von Stadtrat, Wasserwacht und TuS sowie eines Ingenieurbüros für die Sanierung der Einrichtung ein Konzept vorgelegt. Dieses beinhaltet unter anderem die Verlegung des 50-Meter-Schwimmer- und des Nichtschwimmerbeckens sowie zahlreiche neue Attraktionen wie Nackenduschen, Luft-Wasser-Liegen und einen Strömungskanal.

„Ohne Zuschuss geht gar nichts“

Als Grund dafür, dass diese Neugestaltung noch nicht begonnen hat, nannte Rathauschef Ruh, dass der Bund den dafür rechtzeitig beantragten Zuschuss nicht gewährt habe. Indes stehe eine Förderung vom Freistaat in Aussicht; die Rahmenbedingungen dafür würden derzeit geklärt. Denn: „Ohne Zuschuss geht gar nichts.“

Zugleich sprach er von insgesamt hohen Investitionen für das aus den 1970er-Jahren stammende Freibad. Allein vor dessen Inbetriebnahme für die laufende Saison hätten über 1000 kaputte Kacheln „mit großem Aufwand“ repariert werden müssen.

Ob das Bad später in einem Zug oder in mehreren Schritten saniert wird, ist laut Bürgermeister noch offen. Somit sei bislang unklar, ob während dieser Arbeiten zumindest Teilbereiche der Einrichtung zugänglich bleiben können oder ob sie ein Jahr lang komplett geschlossen bleibt.

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