Frauenhaus Ansbach bietet schnellen Schutz vor häuslicher Gewalt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.02.2026 18:43

Frauenhaus Ansbach bietet schnellen Schutz vor häuslicher Gewalt

Die Leiterin des Caritas-Frauenhauses, Brigitte Guggenberger (rechts), und ihre designierte Stellvertreterin Andrea Nachtrab dankte den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und bilanzierten die Arbeit im vergangenen Jahr. (Foto: Alexander Biernoth)
Die Leiterin des Caritas-Frauenhauses, Brigitte Guggenberger (rechts), und ihre designierte Stellvertreterin Andrea Nachtrab dankte den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und bilanzierten die Arbeit im vergangenen Jahr. (Foto: Alexander Biernoth)
Die Leiterin des Caritas-Frauenhauses, Brigitte Guggenberger (rechts), und ihre designierte Stellvertreterin Andrea Nachtrab dankte den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und bilanzierten die Arbeit im vergangenen Jahr. (Foto: Alexander Biernoth)

Das Frauenhaus Ansbach ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Frauen, die vor häuslicher Gewalt Schutz suchen. Über das abgelaufene Jahr hinweg lebten 45 Frauen mit 30 Kindern in der Einrichtung, die vom Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Ansbach getragen wird.

Beim Jahresempfang für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen dankten die Leiterin des Frauenhauses, Brigitte Guggenberger, und ihre designierte Stellvertreterin Andrea Nachtrab allen Helfern und Spendern für die Unterstützung.

2025 wurden, so Guggenberger in ihrem Rückblick, 38 Frauen mit 25 Kindern neu aufgenommen. Sieben Frauen mit fünf Kindern waren aus dem Vorjahr 2024 noch in der Einrichtung. Die durchschnittliche Belegung sei, so Andrea Nachtrab, im Vergleich zum Vorjahr um gut sieben Prozent auf 87,96 Prozent angestiegen.

Bezahlbare Wohnungen sehr knapp

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag im vergangenen Jahr bei 71,31 Tagen und ist gegenüber dem Vorjahr um sechs Tage angestiegen. Der Grund dafür sei, so Guggenberger, der angespannte Wohnungsmarkt in Ansbach und Umgebung. Es werde immer schwieriger, passende und vor allem bezahlbare Wohnungen für die Frauen zu finden.

Drei Frauen lebten sogar über ein halbes Jahr im Frauenhaus. Von den 45 schutzsuchenden Frauen kamen sieben aus der Stadt Ansbach, elf aus dem Landkreis Ansbach, eine Frau aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, zwei aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, 15 Frauen kamen aus dem übrigen Freistaat und neun Frauen aus anderen Bundesländern.

25 der 45 Frauen besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit. Die anderen Frauen kamen aus 13 verschiedenen Ländern, darunter jeweils drei aus Afghanistan und Polen. Es sei auffällig, so Andrea Nachtrab, dass im vergangenen Jahr vermehrt alleinstehende Frauen Schutz im Frauenhaus suchten. Derzeit leben zehn Frauen und zehn Kinder im Frauenhaus.

Dank für die ehrenamtliche Arbeit

Birgitte Guggenberger blickte zurück und sagte, dass eine neue Heizung eingebaut wurde. Die Wärmepumpe arbeite gut und versorge das Haus mit ausreichend Wärme. Es wurde auch ein neuer Elektrobus angeschafft. Andrea Nachtrab berichtete von den Veranstaltungen, die für die Bewohnerinnen des Frauenhauses angeboten wurden.

Die Frauen sollen gute Momente nach den oft sehr traumatisierenden Erlebnissen der häuslichen Gewalt erleben. So wurde beispielsweise am Rosenmontag 2025 in einem Ansbacher Café gefeiert, es gab regelmäßige Hausversammlungen, zwei Modenschauen, eine Nikolaus- und eine Weihnachtsfeier, aber auch gemeinsame kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung.

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Caritasverbands Ansbach, Sebastian Grund, dankte allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Derzeit sind es 28 Ehrenamtliche, die vor allem die Rufbereitschaft abdecken. Dabei und in der Kleiderkammer wurden 6736 unentgeltliche Stunden geleistet.

Auch der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes, der Schillingsfürster Pfarrer Hans-Peter Kunert, dankte den Ehrenamtlichen, die eine Erreichbarkeit rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres sicherstellten.

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