FOS Schwarzenberg in Scheinfeld soll neuen Ausbildungszweig kriegen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 16.01.2025 18:03

FOS Schwarzenberg in Scheinfeld soll neuen Ausbildungszweig kriegen

Internatsleiter Rosco Schirner, FOS-Direktor Bernd Scheffer und Realschulchef Lars Wiatkowski (von links) freuen sich auf die Weiterentwicklung des Schulstandorts Schloss Schwarzenberg. (Foto: Andreas Reum)
Internatsleiter Rosco Schirner, FOS-Direktor Bernd Scheffer und Realschulchef Lars Wiatkowski (von links) freuen sich auf die Weiterentwicklung des Schulstandorts Schloss Schwarzenberg. (Foto: Andreas Reum)
Internatsleiter Rosco Schirner, FOS-Direktor Bernd Scheffer und Realschulchef Lars Wiatkowski (von links) freuen sich auf die Weiterentwicklung des Schulstandorts Schloss Schwarzenberg. (Foto: Andreas Reum)

Die Schwarzenberger Schlossschulen setzen auf Weiterentwicklung. Für die Fachoberschule (FOS) soll ein neuer Ausbildungszweig eingeführt werden, kündigte deren Leiter Bernd Scheffer am Donnerstag in einem Pressegespräch an.

Die FOS in Schwarzenberg hat bislang vier Ausbildungsrichtungen: Wirtschaft, Sozialwesen, Technik und – als bislang jüngsten Zweig – seit 2019 auch Gesundheit. Nun soll ABU hinzukommen; die Abkürzung steht für Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie. Scheffer hofft auf die Einführung bereits im Herbst zum nächsten Schuljahr.

Das Genehmigungsverfahren, das die von der Mathilde-Zimmer-Stiftung getragene, staatlich anerkannte Schule durchlaufen muss, ist weit gediehen. Größere Hürden erwarten die Schulverantwortlichen nicht mehr, wie es beim Pressegespräch hieß. Dort erläuterten zusammen mit Scheffer auch Realschuldirektor Lars Wiatkowski, Verwaltungsleiterin Silke Starks und Internatsleiter Rosco Schirner die Neuerung.

Für den Start braucht es einige Pioniere

Eine noch unbekannte Größe ist allerdings das Interesse in der Schülerschaft. Mit „idealerweise 15“ gibt Scheffer die Startzahl an, ab der die neue Ausbildungsrichtung installiert wird. Doch würde man wohl mit ABU auch starten, wenn man diese Zahl nicht ganz erreicht. Bei der Einführung des Gesundheitszweiges hatte man im ersten Jahr nur elf Schülerinnen und Schüler, die sozusagen Pioniere dieses Ausbildungszweigs waren, im zweiten Jahr dann bereits doppelt so viele.

Passende Lehrkräfte sind bereits vorhanden

Anders als beim Gesundheitszweig, sind die Schwarzenberger bei ABU nicht darauf angewiesen, neues Lehrpersonal an die Schule holen zu müssen. Die vorhandenen Lehrkräfte für Biologie, Physik und Chemie können die Lehrinhalte bereits stemmen, erläuterte Scheffer. Innerhalb von ABU können die Schüler noch eigene Schwerpunkte setzen, etwa auf die Forstwirtschaft oder die Lebensmitteltechnik.

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Verwaltungsleiterin Starks merkte an, dass der neue Ausbildungszweig nicht nur gut ins Portfolio der Schule passe, sondern auch von der Stadt Scheinfeld begrüßt werde. Denn das dort geplante Steigerwald-Naturparkzentrum biete sicherlich einige Anknüpfungspunkte zu ABU.

Starks weist zudem auf die guten Kontakte zum Fürstenhaus Schwarzenberg hin. Dessen Wald dient etwa der Realschule, die auch als Naturparkschule firmiert, als Lernort. Darüber hinaus passt ABU gut in die ländliche Struktur, in die die Schlossschulen eingebettet sind. Für die FOS-Schüler sind Praxisblöcke verpflichtend, und da bieten etwa die vielen Winzerhöfe des Landkreises Kitzingen ein breites Betätigungsfeld.

Eine Schmiede für Fachkräfte

Das neue Angebot, so ergänzt Internatsleiter Schirner, sei für die Schule ein Alleinstellungsmerkmal in weitem Umfeld, insbesondere in der Kombination mit einem Internat. Die nächstgelegene FOS mit ABU (aber ohne Internat) sei die staatliche in Triesdorf. Schirner formulierte zudem, die Schlossschulen mit ihren spezifischen Ausbildungsrichtungen seien eine „Fachkräfteschmiede“.

Über den neuen Ausbildungszweig wie auch über die bisher schon etablierten Fachrichtungen gibt die FOS Schwarzenberg am Donnerstag, 23. Januar, Auskunft bei einem Informationstag. Ab 16 Uhr stehen den Interessenten die Schlosspforten offen. Um 18 Uhr beginnt zudem ein Vortrag im Rollsaal (1. Stock). Informiert wird dabei auch über die Zulassungsbedingungen der Vorklasse (siehe nebenstehender Kasten) sowie über die Möglichkeit zum Erwerb einer zweiten Fremdsprache.

Die Anmeldungen fürs nächste Schuljahr sind in der zweiten Februarhälfte, nach der Ausgabe der Zwischenzeugnisse, möglich.

Mit Vorklasse zur Orientierung

In den Schwarzenberger Schlossschulen werden aktuell mehr als 600 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, davon 490 in der Realschule und 147 in der FOS, listete Realschuldirektor Lars Wiatkowski auf. Damit sei die Fachoberschule etwas dünner besetzt als in den Vorjahren; FOS-Direktor Bernd Scheffer zeigte sich aber zuversichtlich, dass man das Vor-Corona-Niveau von bis zu 200 FOS-lern wieder erreichen kann. Insgesamt reichten die Kapazitäten im Schloss sicherlich für 700 bis 800 Schüler, schätzten die Schulleiter. Um den Jugendlichen das Fachabitur zu ermöglichen, haben die Schwarzenberger seit vier Jahren eine Vorklasse eingerichtet; im laufenden Schuljahr lernen dort 18 Schülerinnen und Schüler. Die Vorklasse dient als Gelenk zwischen dem Zehntklassabschluss und der FOS. Wer die Mittlere Reife hat (sei es auf der Mittel-, der Wirtschafts- oder der Realschule beziehungsweise auch am Berufsschulzentrum) und nicht unmittelbar in die FOS übertreten kann oder will, dem bietet die Vorklasse (unter Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen) ein Orientierungsjahr. Insbesondere kann man dort Einblicke in alle Ausbildungsrichtungen der FOS gewinnen, bevor man sich auf eine festlegt. Die Übertrittsquote von der Vorklasse in die FOS sei sehr hoch, versicherte Scheffer.

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