Nach Warnungen der Kassenärzte vor längeren Wartezeiten auf Facharzttermine dringen Politiker von CSU und SPD auf Gegenmaßnahmen. Klaus Holetschek, CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, sieht bereits jetzt eine Schieflage. „Es gibt eine Unwucht bei der Frage, wie schnell gesetzlich und privat Versicherte an Facharzttermine kommen“, sagte er der „Bild“.
Durch die beschlossenen Sparmaßnahmen drohe sich diese Unwucht weiter zu verschärfen. „Es sollte darüber nachgedacht werden, ob Onlineportale für Terminvergaben nicht mehr abfragen dürfen, ob ein Patient gesetzlich oder privat versichert ist“, sagte Holetschek.
Auch der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis forderte Konsequenzen. „Es darf nicht vom Versicherungsstatus abhängen, wie schnell jemand einen Facharzttermin bekommt. Entscheidend muss die medizinische Dringlichkeit sein - nicht, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist“, sagte Pantazis der „Bild“. Er sprach sich für die Einführung einer „Termingarantie“ aus.
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