Im Scheinfelder Stadtteil Schnodsenbach sind sie ein überaus rühriger und aktiver „Haufen“, die Ehrenamtlichen im dortigen Förderungsverein. Das brachte ihnen dieses Jahr den Lindwurm-Preis des Scheinfelder Heimat- und Kulturvereins ein.
Gefunden haben sich damals vor gut einem halben Jahrhundert, nach der großen bayerischen Gebietsreform, als die Gemeinde Schnodsenbach der Stadt Scheinfeld zugeschlagen wurde, einige Dorfbewohner, die sich um eine Sommer-Eisstockbahn und eine Kegelbahn gekümmert haben. Die Vereinsgründung erfolgte 1974 mit 21 Mitgliedern, die dafür sorgten, dass auf dem Wiesengelände neben der Scheine Kinderspielgeräte aufgebaut und gepflegt wurden.
Lobredner Hans Meyer ging bei der Preisverleihung im Bürgersaal mit lockeren, für Heiterkeit sorgenden Worten auf die Entwicklung und heutige Bedeutung dieses Freizeitparadieses ein. Früher ging man mit seinen Kindern und Enkeln nach Schnodsenbach, genoss dort die Ruhe und auch die Sitzgruppen. Die Kinder konnten sich austoben. Geht man heute mit den Enkelkindern dorthin, ist es mit dem Ausruhen auf den Bänken vorbei: Es ist ein Generationenspielplatz geworden, auf dem sich auch „die Alten“ am Stepper, Walker oder einer Balancierscheibe betätigen.
Der Verein hat inzwischen rund hundert Mitglieder. Er veranstaltet neben dem Kirchweihfest draußen am Spielplatz auch so manch andere tollen Feste. Eine Dorfgemeinschaft, wie es sich auch ein Stadtoberhaupt sehr wünscht.
„Stellt eure Leistungen nicht unter den Scheffel“, sagte Bürgermeister Claus Seifert in seinem Grußwort. Das Engagement der Schodsenbacher für ihren Freizeitplatz reflektiert auch auf die gesamte Dorferneuerung. Jede Menge positive Gedanken und Pläne konnten so zum Wohle der Dorfbewohner umgesetzt werden.
Tanja Jordan, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, überreichte den wieder ganz unverwechselbar gestalteten Lindwurm, der auch diesmal vom Töpferkünstler Clemens Schleifer modelliert wurde, an die Schnodsenbacher. Der Lindwurm sitzt auf einem Kinderschaukelpferdchen, und es sieht ganz so aus, dass er sich darauf freut, sich am Freizeitgelände bei Schnodsenbach, weit weg von seiner unter dem Schwarzenberger Hochschloss vermuteten Höhle mal austoben zu können.