Flucht nach Kolumbien: Amoktäter von Ansbach hatte möglicherweise Helfer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 16.12.2025 10:08

Flucht nach Kolumbien: Amoktäter von Ansbach hatte möglicherweise Helfer

2009 war der damals 18-Jährige in einer Ansbacher Schule Amok gelaufen und hatte neun Mitschüler und einen Lehrer verletzt.  (Archivbild: Daniel Löb/dpa)
2009 war der damals 18-Jährige in einer Ansbacher Schule Amok gelaufen und hatte neun Mitschüler und einen Lehrer verletzt. (Archivbild: Daniel Löb/dpa)
2009 war der damals 18-Jährige in einer Ansbacher Schule Amok gelaufen und hatte neun Mitschüler und einen Lehrer verletzt. (Archivbild: Daniel Löb/dpa)

Die Ermittler sind laut Auskunft der dpa davon überzeugt, dass der Amoktäter von Ansbach möglicherweise Hilfe bei seiner Flucht nach Kolumbien gehabt habe, da diese detailliert geplant und die Route gut durchdacht gewesen sei. Mehrere verdächtige Personen stehen nun im Visier. Die Staatsanwaltschaft Ansbach habe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefangenenbefreiung eingeleitet, teilte Behördensprecher Jonas Heinzlmeier mit. Weitere Details gibt es dazu bisher nicht.

Der heute 34-Jährige war wie berichtet im August von einem genehmigten Ausgang aus dem Erlanger Bezirksklinikum nicht zurückgekehrt. Die Ermittler schnappten den Mann schließlich in Kolumbien. 195.000 Euro kostete nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Rückflug.

Der 34-Jährige ist inzwischen wieder im Bezirksklinikum in Erlangen untergebracht. (Foto: NEWS5 / Ferdinand Merzbach)
Der 34-Jährige ist inzwischen wieder im Bezirksklinikum in Erlangen untergebracht. (Foto: NEWS5 / Ferdinand Merzbach)

Flucht des Ex-Amokläufers von Ansbach: Wie der 34-Jährige die Behörden narrte

Lange Planungen, Buchungen, Ausreise mit gültigem Pass – und keiner merkte etwas: Dass der Patient von Erlangen bis nach Kolumbien kam, offenbart Systemfehler.
10.09.2025 11:20
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Als 18-Jähriger war der junge Mann 2009 mit einem Beil, Messern und Molotow-Cocktails am Ansbacher Gymnasium Carolinum Amok gelaufen. Dabei verletzte er neun Mitschüler und einen Lehrer.

Im April 2010 verurteilte ihn das Landgericht Ansbach wegen versuchten Mordes in 47 Fällen zu neun Jahren Jugendstrafe und ordnete die unbefristete Unterbringung in einer Psychiatrie an. Diese dauert wegen der Schwere seiner Erkrankung bis heute an. Die Ärzte stuften ihn zuletzt zwar nicht mehr als gefährlich ein. Eine Entlassung erschien ihnen jedoch noch nicht vertretbar. Der Mann durfte seit dem Jahresanfang bis zu 30 Stunden in der Woche ohne Aufsicht die Erlanger Klinik verlassen.


Von Lisa-Maria Liebing und dpa
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