Mit seiner außergewöhnlichen Spurtstärke hat Florian Bremm schon viele Rennen auf den letzten Metern für sich entschieden. Bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in Dortmund reichte es für den Colmberger nicht ganz zur Titelverteidigung. Diesmal war Maximilian Thorwirth schneller.
Der fünf Jahre ältere Düsseldorfer holte sich über 3000 Meter in 7:51,03 Minuten den Titel ganz knapp vor dem 24-jährigen Bremm (LSC Höchstadt, 7:51,13). Beide dürften damit die Nominierung für die Hallen-Europameisterschaft in den Niederlanden sicher haben (6. bis 9. März in Apeldoorn). Die 3000-Meter-Rennen wurden am Freitagabend zum Auftakt des langen Meisterschaftswochenendes ausgetragen.
Bremm hielt sich zunächst wie die anderen Favoriten zurück. Erst auf den letzten tausend Metern wagten die sich aus der Deckung. Thorwirth übernahm die Initiative, Bremm blieb dran, konnte seinen Kontrahenten aber auf den letzten Metern nicht mehr überholen.
Lukas Kleinschrodt vom TSV Ansbach hat sich für die Titelkämpfe über 60 Meter Hürden qualifiziert. Das Ziel des 20-Jährigen ist der Finaleinzug, wobei er dafür voraussichtlich nahe an seine Bestzeit von 8,13 Sekunden laufen muss. Im vergangenen Jahr in Leipzig lief er 8,15 Sekunden im Halbfinale und belegte im Finale mit 8,24 Sekunden den siebten Platz.
Sehr viel mehr DM-Erfahrung als der junge Ansbacher hat Amelie-Sophie Lederer. Die 30-jährige aus Orbau, die seit 2021 für die LG Stadtwerke München startet, steht über 60 Meter und in der 200-Meter-Staffel in der Startliste. 2021 holte die Sprinterin mit 7,12 Sekunden die Deutsche Hallenmeisterschaft, diesmal steht sie mit einer Zeit von 7,43 Sekunden in der rund 30 Starterinnen umfassenden Meldeliste. In der Staffel gehört das Münchner Team mit der zweitschnellsten Meldezeit zu den Medaillenkandidaten.