Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich in Burghaslach über ergänzende technische Möglichkeiten zur Wald- und Flächenbrandbekämpfung. Der Maschinenring Franken-Mitte hatte die Veranstaltung gemeinsam mit der Feuerwehr Burghaslach und der Kreisbrandinspektion des Landkreises organisiert.
Im Mittelpunkt standen ein Schlauchsystem zur Wasserförderung und ein Löschaufsatz für eine Forstmaschine. Herbert Weigand, Vorsitzender des Maschinenrings, begrüßte die Gäste und führte durch das Programm, ist einer Pressemitteilung zu entnehmen. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern weilten Landrat Dr. Christian von Dobschütz, Bürgermeister Armin Luther, Kreisbäuerin Renate Ixmeier sowie Führungskräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis und den Nachbarlandkreisen Kitzingen und Ansbach. Auch Vertreter des Technischen Hilfswerks (THW) nahmen teil.
In den Grußworten wurde die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Landwirtschaft angesprochen. Kreisbrandrat Florian Brandt dankte den Landwirten für ihre Unterstützung bei den bisherigen Einsätzen. Luther verwies auf die bestehenden Strukturen in seiner Gemeinde.
Nach einer Vorstellung der Feuerwehr Burghaslach durch Kommandant Christoph Schorr erläuterte Kreisbrandmeister Thomas Popp die Herausforderungen bei Wald- und Vegetationsbränden sowie die vorhandenen Einsatzmittel des Landkreises. Ein Schwerpunkt war die Einbindung landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere bei länger andauernden Einsätzen. Dieter Jaeckel vom Agrar-Service Steigerwald und Vorstandsmitglied des Maschinenrings stellte anschließend gemeinsam mit einem Firmenvertreter die Vorführ-Technik vor.
Die praktische Vorführung begann am Schopfensee. Von dort wurde Wasser über eine rund 1200 Meter lange Schlauchleitung zu einer etwa 25 Meter höher gelegenen Übungsstelle gefördert. Nach Angaben der Vorführenden betrug die Förderleistung dabei rund 3500 Liter pro Minute. An der Übungsstelle hatten die Feuerwehren aus Burghaslach und dem Ortsteil Oberrimbach zwei Faltbehälter aufgebaut.
Aus einem Behälter wurde ein Löschangriff mit Verteilern und D-Schläuchen demonstriert. Der zweite Behälter diente zur Befüllung des „Ponsse Fire Fighter“, eines Löschaufsatzes auf einem forstwirtschaftlichen Rückezug. Das Fahrzeug führte vor, wie Wasser in schwer zugänglichem Gelände über einen fest montierten, schwenkbaren Wasserwerfer oder über handgeführte Strahlrohre abgegeben werden kann.
Die Veranstaltung gab einen Einblick, wie land- und forstwirtschaftliche Technik die Einsatzmittel der Feuerwehr ergänzen kann, wird in der Pressemitteilung resümiert. Eine konkrete Entscheidung über die Beschaffung oder Stationierung eines solchen Löschaufsatzes in der Region wurde bei der Veranstaltung allerdings nicht bekanntgegeben.