Finanzielle Schieflage bei Hussel: Bleibt die Ansbacher Filiale? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.03.2024 20:00

Finanzielle Schieflage bei Hussel: Bleibt die Ansbacher Filiale?

Gemäß den Informationen von Brücken-Center-Chef Andreas Schmid bleibt die Ansbacher Hussel-Filiale geöffnet. (Foto: Alina Boger)
Gemäß den Informationen von Brücken-Center-Chef Andreas Schmid bleibt die Ansbacher Hussel-Filiale geöffnet. (Foto: Alina Boger)
Gemäß den Informationen von Brücken-Center-Chef Andreas Schmid bleibt die Ansbacher Hussel-Filiale geöffnet. (Foto: Alina Boger)

Die Hussel GmbH hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Süßwarenfachhändler betreibt auch eine Filiale in Ansbach im Brücken-Center. Nach derzeitigem Stand der Dinge ist diese bisher nicht von einer Schließung betroffen.

Von der finanziellen Schieflage sind neben der Hussel GmbH auch die Arko GmbH als Kaffeehändler und die J. Eilles GmbH & Co. KG als Teehändler betroffen. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Fachanwalt Dr. Dietmar Penzlin von der Hamburger Kanzlei SJPP bestellt.

In den vergangenen Tagen und Wochen haben sich Meldungen gehäuft, dass Filialen der Unternehmen geschlossen werden – zum Beispiel in Erlangen. „Nach meinem Kenntnisstand bleibt unsere Hussel-Filiale offen“, sagt Andreas Schmid, Chef des Ansbacher Brücken-Centers, auf Nachfrage.

Schmid ist nach eigenen Worten zuversichtlich, dass das Insolvenzverfahren positiv verläuft. Die Verantwortlichen des Einkaufszentrums sehen auch die Möglichkeit, dass sich das Hussel-Konzept in der Zukunft erfolgreich neu aufstellen lässt.

Sollte es dazu kommen, dass die Hussel-Filiale im Brücken-Center dauerhaft geschlossen werden muss, wäre das aus der Sicht von Schmid ein doppelter Verlust. Einerseits würde das Brücken-Center einen langjährigen Mietpartner verlieren. Andererseits würde ganz grundsätzlich die allgemeine Händlerlandschaft darunter leiden. „Die Händlerlandschaft lebt von der Vielfalt“, macht Andreas Schmid deutlich.

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Schon im Jahr 2021 sind die drei Unternehmen als Folge der Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage geraten. Damals wurde ein Schutzschirmverfahren erfolgreich abgeschlossen. Aber: „Verschiedene makroökonomische Effekte haben Ende 2023 die erreichten Stabilisierungserfolge wieder neutralisiert“, heißt es auf der Internetseite der SJPP-Kanzlei. Das Insolvenzverfahren soll zum 1. April eröffnet werden. Ziel des Verfahrens ist gemäß den Angaben von SJPP, dass die Unternehmen mit Hilfe eines Insolvenzplans saniert werden.

Weitere Auskünfte zu dem Insolvenzverfahren erteilt die Anwaltskanzlei SJPP aktuell nicht, dies schließt auch Nachfragen zur Zukunft der Ansbacher Hussel-Filiale mit ein.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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