Unter dem Motto „Unsere Schule ist bunt“ werden Filme, die in den vergangenen 40 Jahren im Studio der Schule von der Dokumentarfilmgruppe und der aktuellen Filmgruppe ViTeRo (Videoteam Rothenburg) zur Geschichte der Realschule entstanden sind, gezeigt.
Die Veranstaltung am Donnerstag, 26. Februar, beginnt einer Mitteilung der Dokumentarfilmgruppe zufolge um 19 Uhr am Campus mit einem Beitrag zum 50. Geburtstag der Realschule 2004. Was könne es hierzu Besseres geben, als die vergangenen 50 Jahre Revue passieren zu lassen – mit Texten aus der Schul- und Weltgeschichte?
Thomas Brusske-Gabbey vom Fernsehstudio der Hochschule hatte die Dokumentarfilmgruppe dazu in sein professionelles Studio nach Ansbach eingeladen. Mit Kristina Wegele und Jakob Kamphans wurden aus den Reihen der Realschule zwei „Nachrichtensprecher“ gefunden. Maske und Kleidung durften natürlich auch nicht fehlen. Dafür stellte sich Diana Krauss zur Verfügung.
Dann war der Tag gekommen und die Filmgruppe fuhr nach Ansbach. Dank der Unterstützung von Brusske-Gabbey erlebten die Filmschülerinnen und Filmschüler eine Studioatmosphäre, die den Abendnachrichten der Fernsehanstalten tatsächlich sehr nahekam, wie in der Mitteilung zu lesen ist.
In Zusammenarbeit mit Kerstin Haag wurden die Aufnahmen anschließend geschnitten. Für die Filmgruppe werde es am Veranstaltungsabend sehr spannend werden, wie auf die Zuschauerinnen und Zuschauer dieser Beitrag heute wirkt.
Das Wahlfach ViTeRo (Videoteam Rothenburg) wurde im Schuljahr 2016/17 unter der Leitung von Melanie Nowarra-Ley und Simone Lindner gegründet. Ziel war und ist es laut Mitteilung, junge Menschen weiterhin für das Filmen zu begeistern. Als Equipment konnte stets das Filmstudio der Dokumentarfilmgruppe genutzt werden.
ViTeRo zeigt als ersten Beitrag die Dokumentation „Diegos Schmiedekunst“. Sie entstand im Jahr 2019 und stellt Diego de Candido vor, der damals in der siebten Klasse war und sein ungewöhnliches Hobby, nämlich das Schmieden nach mittelalterlicher Technik, präsentiert. Gemeinsam mit seinem Bruder zeigt er daheim in der Schmiede, was er bereits gelernt hat.
Der zweite Film von ViTeRo „Unsere Schule ist bunt“ aus dem Jahr 2023 widmet sich an diesem Abend einem ganz aktuellen Thema. Die Filmschülerinnen und Filmschüler stellten sich die Frage, wie viele verschiedene Kulturen eigentlich an der Realschule vertreten sind.
Repräsentativ für über 28 verschiedene Nationalitäten fanden sich schließlich 16 Jugendliche, die dem damaligen Kamerateam etwas über ihre Erfahrungen mit der Zweisprachigkeit oder dem Leben zwischen zwei Kulturen erzählten. In vielen verschiedenen Interviews wurden einerseits spannende Geschichten über landestypisches Essen, Musik und Bräuche erzählt, andererseits wurde aber auch über Sprachbarrieren, Heimweh und den Verlust der eigenen Heimat berichtet.
Als Abschluss zu diesem Filmabend zeigt die Dokumentarfilmgruppe den Film „Gott hat euch nicht erschaffen, damit ihr die Welt zerstört“ aus dem Jahr 2003. Am 7. April 2003 sind die Abendnachrichten im ARD und ZDF gefüllt mit Schreckensbildern aus Basra und mit Bildern von US-amerikanischen Truppen, die auf Bagdad vorrücken.
In diesem Augenblick hatte sich die Dokumentarfilmgruppe der Schule entschlossen, einmal „ganz aktuell die Gefühle und Gedanken” der jüngsten Schülerinnen und Schüler aus der fünften Klasse festzuhalten. Den Anstoß dazu gaben dem Team aber auch, wie es in der Mitteilung heißt, die interessanten und sehr kreativen Plakate zum Thema Krieg, ein Ergebnis eines schulinternen Plakatwettbewerbes.
Die Filmschülerinnen Nadine Kolbenstetter und Jessica Rohn aus der 7a wurden innerhalb kürzester Zeit mit der Kamera und Aufnahmetechnik vertraut gemacht. Sie profitierten dabei von den Erfahrungen der „alten Filmhasen“ Kerstin Schwarz und Kerstin Haag aus der 9c. So gelang es, innerhalb von zwei Tagen, einen sehr aktuellen Dokumentarfilm zu drehen.
Es sei sehr interessant, den Elfjährigen zuzuhören, was sie über den Krieg im Irak denken. Manche hätten die Situation im Irak gar nicht so richtig begreifen können, andere hingegen hätten sehr bewegende oder sehr originelle Kommentare geäußert, heißt es in der Mitteilung. Der Film zeige auch, wie aktuell dieses Thema in unserer Welt immer noch sei.
Alle Filmschülerinnen und Filmschüler freuen sich auf die Fragen der Zuschauenden. Sie hoffen, dass auch viele kommen, die bei den Filmen mitgewirkt haben. Der Eintritt ist frei, die Dokumentarfilmgruppe freut sich aber über Spenden.