Eine Massenkarambolage in Ansbach und dann noch ein Brand in einem Altenheim? Im Szenario einer Stabsrahmenübung in der Feuerwache geschah gestern genau das kurz nacheinander. Die Öffentlichkeit bekam von all dem allerdings nichts mit.
In Stabsrahmenübungen sind Fahrzeuge und Einsatzkräfte nicht in Aktion. Vielmehr proben hier Führungskräfte den Ernstfall – schriftlich und im Gespräch.
Beteiligt waren gestern vor allem die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Ansbach, die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) der Stadt, die Polizei, das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mit der Wasserwacht, das Technische Hilfswerk (THW), die Fachberater Katastrophenschutz der Regierung von Mittelfranken, die Integrierte Leitstelle (ILS) Ansbach sowie Feuerwehr-Führungskräfte aus dem Landkreis.
Rund 70 Frauen und Männer wirkten in der Stabsrahmenübung mit, wie Stadtbrandrat Steffen Beck erklärte. Er hatte die Übung vorbereitet und leitete sie. Als Örtliche Einsatzleiter (ÖEL) fungierten Tilman Wörrlein und Martin Herde. Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner betonte vorab, wie wichtig es sei, „dass man immer im Geschäft bleibt“ und „weiß, wie man zusammenarbeitet“.
Bei der fiktiven Massenkarambolage nahmen die Teilnehmer 54 Verletzte an. Zeitversetzt gab es das Szenario eines Brandes in einem Altenheim in der Innenstadt, ausgelöst durch Wartungsarbeiten. Hier sah die Übung vor, das Anwesen mit etwa 120 Bewohnern und um die 60 Mitarbeitern zu räumen. Der städtische Rechtsreferent Udo Kleinlein fasste am Ende der Übung zusammen: „Die Zusammenarbeit war erstklassig.“