Was einst als interne Feier eines Studiengangs begann, ist inzwischen ein fester Termin im Kalender der Studierenden: Am Freitag, 23. Mai, lädt der Hochschulsender Rabbit Radio zu seinem eigenen Musikfestival in die Ansbacher Kammerspiele ein. Das Event wird von Studierenden des Studiengangs Ressortjournalismus organisiert – allen voran von Lisa Holtz.
„In Ansbach gibt es für Studierende oftmals nur begrenzte Möglichkeiten, abends auszugehen“, erklärt Holtz. Das Festival „Live. Laut. Lokal.“ wolle dem entgegenwirken, indem es für musikalische Abwechslung sorgt und die lokale Kulturszene stärkt. Nach der letzten Veranstaltung im inzwischen geschlossenen Café Prinzregent im vergangenen Jahr zieht „Live. Laut. Lokal.“ nun an eine größere, professionell ausgestattete Spielstätte um: in die Ansbacher Kammerspiele.
Rabbit Radio, das aus studentischen Initiativen hervorgegangen ist und inzwischen die einzige Lehrredaktion an der Hochschule darstellt, zählt derzeit rund 60 aktive Mitglieder. Seit dem Wegfall des hochschuleigenen Magazins „Kasper“ hat der Radiosender eine besondere Rolle inne: Er ist die einzige Plattform am Campus, über die regelmäßig journalistische Beiträge veröffentlicht werden. Die Studierenden senden an zwei Donnerstagen im Monat. Die Livesendungen sind über Antenne bei „max neo“ sowie im Webradio bei Rabbit Radio hörbar. Für viele Studierende ist das Radio mehr als nur ein Studienprojekt. Es bietet einen Raum zur kreativen Entfaltung und um Erfahrung mit der Organisation eigener Formate und nun auch größerer Events zu sammeln.
Die Festivalplanung liegt maßgeblich in den Händen von Lisa Holtz, die derzeit im achten Semester studiert. Unterstützt wird sie unter anderem von Finn Sanders, der ebenfalls seit vielen Jahren beim Sender aktiv ist.
Musikalisch setzt das Festival auf ein abwechslungsreiches Line-up: Im Fokus steht einerseits die regionale Verankerung der Künstlerinnen und Künstler, andererseits wurde gezielt darauf geachtet, auch weibliche Acts zu fördern. Die Auswahl reicht von Post-Punk und Neuer Deutscher Welle über Indie bis hin zu einem Genre, das vom Sender selbst als „atzig-romantisch“ beschrieben wird.
Mit dabei ist die Nürnberger Musikerin Ulla Suspekt, die mit ihrer Band einen wilden Mix aus NDW, Fun-Punk und Live-Energie auf die Bühne bringt. Aus Ulm reist, wie schon im vergangenen Jahr, die Band Calbora an – vier Freunde, die sich musikalisch zwischen Straßenmusik und Kneipenlicht verorten. Auch die Gruppe Maiva aus dem Kinzigtal ist vertreten: Ihre Texte seien, wie Rabbit Radio selbst schreibt, „unentschuldbar ehrlich und manchmal frech“. Den Abschluss des Abends bildet DJ „Longterm Relationship“.
Wie es sich für einen Radiosender gehört, wird das Festival live übertragen: über das Webradio von Rabbit Radio sowie über den Nürnberger Ausbildungssender „max neo“. Studentisches Engagement ist bei „Live. Laut. Lokal.“ auch hinter den Kulissen gefragt. Rund 15 Mitwirkende sorgen für einen reibungslosen Ablauf.
Das Festival findet am Freitag, 23. Mai, in den Ansbacher Kammerspielen und beginnt um 20 Uhr.
Tickets unter livelautlokal-rabbitradio.eventbrite.de