Familienbetrieb in Sondernohe: 12.000 Hennen, 100 Schweine und täglich 9500 Eier | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.07.2025 07:00

Familienbetrieb in Sondernohe: 12.000 Hennen, 100 Schweine und täglich 9500 Eier

Hans Hofmann im Hühnerstall: Der bäuerliche Familienbetrieb in Sondernohe bei Flachslanden gehört zu den großen Hühnerhaltern im Landkreis Ansbach.  (Foto: Silvia Schäfer)
Hans Hofmann im Hühnerstall: Der bäuerliche Familienbetrieb in Sondernohe bei Flachslanden gehört zu den großen Hühnerhaltern im Landkreis Ansbach. (Foto: Silvia Schäfer)
Hans Hofmann im Hühnerstall: Der bäuerliche Familienbetrieb in Sondernohe bei Flachslanden gehört zu den großen Hühnerhaltern im Landkreis Ansbach. (Foto: Silvia Schäfer)

Als einer der großen Legehennenhalter im Landkreis Ansbach wird Seniorchef Hans Hofmann immer wieder auf die Tierquälerei-Vorwürfe gegen den Schlachthof in Wassertrüdingen angesprochen. „Wenn so mit Tieren umgegangen wird, ist das ein Skandal”, sagt er.

Bei dem bäuerlichen Familienbetrieb in Sondernohe, einem Gemeindeteil von Flachslanden, besteht eine enge Bindung der Tierhaltung an den Boden. Hans Hofmann engagierte sich viele Jahre im Ausschuss der Geflügelerzeugergemeinschaft Franken für gemeinsame Erzeugungs- und Qualitätsregeln. Der Vereinszweck: „Ein marktgerechtes Warenangebot sicherzustellen.”

Ein ausgebildeter Geflügelmeister

Der überwiegende Teil der landwirtschaftlichen Arbeit auf dem Hof wird von den Familienmitgliedern und weiteren Angehörigen geleistet. Hans und Melanie Hofmann haben in ihren Kindern Christian und Carina tüchtige Nachfolger für ihren Betrieb gefunden. Die Seniorchefs sind weiter aktiv und unterstützen die jüngere Generation. Christian Hofmann ist ausgebildeter Geflügelmeister, Carina Helm eine Fachfrau für ländliche Hauswirtschaft.

Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung ist von essenzieller Bedeutung für den Familienbetrieb. Schweine und Hühner werden deshalb bestmöglich betreut, überwacht und versorgt. Die Hennen sind 18 Wochen alt, wenn sie auf den Hof kommen. Mit etwa 21 Wochen beginnen sie mit dem Eierlegen. Im Alter von ungefähr 16 Monaten werden sie geschlachtet und als frische Suppenhühner vermarktet.

Die insgesamt 12.000 Legehennenplätze sind auf vier Ställe verteilt. Bei der Hälfte besteht der Auslauf aus einer überdachten Voliere, also eine Art Wintergarten. Gefüttert werden die Legehennen mit regionalem Futter ohne Gentechnik. Darauf legt man großen Wert. Mit Verwandtschaft im Nachbarort haben die Hofmanns eine selbstständige Hausschlachtung für Legehennen aufgebaut.

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Zweimal in der Woche ist Schlachttag

Am Schlachttag werden die Hennen von Hand eingefangen und in Kisten auf kurzem Weg zum Schlachtraum transportiert. Um das Wohl der Tiere zu schützen beziehungsweise ihnen Leid zu ersparen, schreiben die gesetzlichen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes die Notwendigkeit der Betäubung vor.

Nach dem Schlachten werden die Hennen gerupft und ausgenommen. Hände und Utensilien müssen gründlich desinfiziert sein, um keine Krankheitserreger einzuschleppen. Zweimal in der Woche wird geschlachtet. Im Winter sind es etwa 200 Hennen, im Sommer um die 100.

Die Hofmanns halten auch rund 100 Schweine. Das Füttern vom Ferkel zum Schlachtschwein dauert etwa vier bis fünf Monate. Geschlachtet wird beim Dorfmetzger. Deshalb sind auch hier die Wege kurz. Dort werden die Schlachtkörper zerlegt und dann im Betrieb der Familie verarbeitet: zu Edelstücken wie Schnitzel, Steak und Filet, Fleisch- und Wurstwaren, Fleischkäse, Hausmacher Dosenwurst.

„Wir haben viele Stammkunden”

Abnehmer der Hofmann-Produkte, darunter täglich 9500 frische Eier, hofeigene Frischei-Nudeln und cremiger Eierlikör, sind Supermärkte, Bäckereien, Gaststätten, Kantinen, Endverbraucher und die Hofladen-Kundschaft. Familienmitglieder fahren zudem viermal in der Woche mit Verkaufswagen an verschiedene Standorte im Raum Fürth, Nürnberg, Bad Windsheim und Flachslanden. „Wir haben viele Stammkunden”, sagt Carina Helm.

Die Haltung und Vermarktung von Gänsen haben die Hofmanns wieder aufgegeben. „Das war viel Arbeit, vor allem um die Weihnachtszeit”, erläutert der Seniorchef. Außerdem wollte man sich mit Blick auf die Tiergesundheit und die Gefahren durch die hochansteckende Geflügelpest auf die Hühner konzentrieren.

Die guten Kontakte der Schwester halfen

Hans Hofmann erinnert sich noch gut an die Zeit vor 55 Jahren, als er den bäuerlichen Betrieb von seinem Vater übernommen hat. 500 Hühner, 80 Schweine und sechs Kühe gehörten seinerzeit dazu. Die Schwester des Vaters lebte in Fürth. Ihre guten Kontakte halfen beim Aufbau von Kundenbeziehungen.

Im VW Käfer und kleinen Passat fuhren Hans Hofmann als junger Bursche und sein Vater die Eier in die Stadt. Das Geschäft lief gut an. Die Legehennenhaltung wurde weiter ausgebaut und hat sich bei 12.000 Tieren eingependelt. „Es gibt eine hohe Nachfrage nach Eiern”, sagt Hans Hofmann. „Wir sind sehr dankbar für unseren treuen Kundenstamm.”

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