Das neue Wohngebiet mit dem etwas sperrigen Namen „An den Brechhausäckern“ in Meinhardswinden soll einen Spielplatz bekommen. Jetzt waren alle Anwohner – Eltern und Kinder – vor Ort eingeladen, um zu entscheiden, welche Spielgeräte die Stadt aufstellen soll.
Dass es in dem Quartier, wo noch längst nicht alle Häuser gebaut, aber insgesamt 58 Einfamilien- und Doppelhäuser geplant sind, einen Spielplatz braucht, zeigte allein die imposante Anzahl von Kindern, die beim Ortstermin um die Stadtplanerinnen Andrea Heinlein, Karin Bauer und Christina Benkel herumwuselten. „Hier gibt es Häuser, in denen Familien mit drei oder mehr Kindern leben“, erzählte eine Anwohnerin.
Höchste Zeit also, für die vorhandenen und die noch zu erwartenden Kids eine Spielmöglichkeit auf die Beine zu stellen. Im Februar hatte die Stadt Ansbach dazu aufgerufen, Ideen für den neuen Spielplatz, der auf einem etwa 688 Quadratmeter großen Grundstück entstehen soll, einzureichen. Jetzt präsentierte Andrea Heinlein die Favoriten aus der Vorschlagsliste.
„Das Gerät mit den meisten Stimmen kommt auf jeden Fall“, versprach Heinlein, „dann müssen wir schauen, was noch dazukommt.“ Hintergrund: Für den Spielplatz stehen – einschließlich Zaun und Grünflächengestaltung – 40.000 Euro im Haushalt der Stadt zur Verfügung. Und für das große Klettergerüst, das zur Wahl stand, werden allein mindestens 10.000 Euro fällig.
Bei der Umfrage unter den Anwohnern seien viele Rückläufe gekommen, sagte Christina Benkel, die die einzelnen Geräte vorstellte. Ganz sicher aber werde „eine Sitzgelegenheit mit Mülleimer“ kommen, so Benkel. Und angesichts „der vielen kleinen Kinder“ werde es eine entsprechende Schaukelmöglichkeit geben, versprach die Spielplatz-Expertin Karin Bauer. Auch ein Sandkasten ist natürlich gesetzt.
Mit jeweils zwei grünen Klebepunkten konnten sowohl Eltern als auch Kinder dann ihre Favoriten markieren. Und trotz des Kosten-Arguments stellte sich das große Klettergerüst als Favorit der Anwohner heraus.
Witzig: Als klar wurde, dass auch die Kinder abstimmen durften, wurde in der Siedlung schnell noch weiterer Nachwuchs organisiert, und Stadtplanerin Heinlein war „ein wenig überrascht von der großen Teilnahme“.
Oberbürgermeister Thomas Deffner, der etwas später dazustieß und sich als Vater einer achtjährigen Tochter als „intimer Spielplatzkenner“ outete, erklärte: „Es ist schön, dass die Kinder mitkleben durften.“ Jetzt fange man „mal mit dem großen Gerät an“. Grünen-Stadtrat Simon Mayr, der im Dorf wohnt und deshalb Nachbar der Neu-Siedler ist, bemerkte, notfalls werde man im Stadtrat eben überplanmäßige Mittel bewilligen müssen.
Eltern und Kinder verabschiedeten die städtische Abordnung mit Applaus.