In Dinkelsbühl gehört zum ersten Weihnachtsfeiertag eines dazu: das Fackelschwimmen in der Wörnitz. Organisiert wird es traditionell von der Ortsgruppe der Wasserwacht. Bei der diesjährigen Auflage wagten sich über 60 Schwimmerinnen und Schwimmer in Neoprenanzügen ins Wasser.
Bei Lufttemperaturen von neun Grad Celsius und Wassertemperaturen um die sieben Grad Celsius bot die aufgrund der Regenfälle der vergangenen Tage gut gefüllte Wörnitz ideale äußere Bedingungen. Die gut 1000 Meter lange Strecke führte vom Wörnitzstrandbad bis zur Stadtmühle. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer standen am Ufer sowie auf den Brücken und applaudierten den Sportlerinnen und Sportlern.
Diese zeigten sich gut gelaunt und einige waren sogar mit Accessoires ausgestattet: roten Mützen und Sonnenbrillen. Manche Teilnehmende nutzten das Dinkelsbühler Fackelschwimmen als Training für das größte Winterschwimmen in Europa, das am 27. Januar in Neuburg in der Donau stattfindet.
Der Dank der Veranstalter in Dinkelsbühl galt den Stadtwerken, die das Hallenbad fürs Umziehen und Vorbereiten zur Verfügung stellten.
Die Wasserwacht-Ortsgruppe Dinkelsbühl veranstaltet das Fackelschwimmen seit 1993. Mit ihren 465 Mitgliedern ist die Ortsgruppe ein wichtiger Bestandteil der Vereinskultur Dinkelsbühls. Zusammen mit Freiwilliger Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz bildet die Wasserwacht das ehrenamtliche Rettungswesen der Stadt.
Mit der schnellen Einsatzgruppe sind die Dinkelsbühler Mitglieder im Hochwasserschutzzug Ober-/Mittelfranken und damit wichtiger Bestandteil bei Unglücksfällen im Wasser.
Im Nachwuchsbereich ist die Dinkelsbühler Ortsgruppe ebenfalls gut aufgestellt: 120 Kinder und Jugendliche nehmen jeden Montag am wöchentlichen Training im örtliche Hallenbad teil.