Experten in Triesdorf: Warum es immer weniger Schweine in Deutschland gibt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.12.2025 11:27

Experten in Triesdorf: Warum es immer weniger Schweine in Deutschland gibt

Die Referierenden beim Schweinegesundheitstag in Triesdorf: Dr. Ralf Zechmeister und die tierärztliche Referentin Irene Pfeiffer vom Bauernverband sowie Johannes Reichenspurner (von links). (Foto: Fritz Arnold)
Die Referierenden beim Schweinegesundheitstag in Triesdorf: Dr. Ralf Zechmeister und die tierärztliche Referentin Irene Pfeiffer vom Bauernverband sowie Johannes Reichenspurner (von links). (Foto: Fritz Arnold)
Die Referierenden beim Schweinegesundheitstag in Triesdorf: Dr. Ralf Zechmeister und die tierärztliche Referentin Irene Pfeiffer vom Bauernverband sowie Johannes Reichenspurner (von links). (Foto: Fritz Arnold)

In der Schweinehaltung sind erhebliche Umwälzungen im Gange. Von 28,1 Millionen Tieren ging diese Zahl in zehn Jahren auf 20,9 Millionen zurück. Nach den Bildern, die Experten beim Schweinegesundheitstag in Triesdorf vermittelten, dürfte sich diese Entwicklung fortsetzen.

Es sind mehrere Gründe, die dafür sprechen. Das reicht von Vorschriften für Stallbauten und Haltungsformen bis zum Mangel an Ferkeln für die Mast, bis zur Rendite für diesen Betriebszweig. Wie Johannes Reichenspurner von der Erzeugergemeinschaft Südbayern aus Dirlafing bei Mühldorf berichtete, belaufen sich die Erzeugerpreise auf einem dürftigen Niveau, während sich die Verbraucherpreise für Fleisch nach oben bewegen. Dies werde auch mit verursacht durch eine schwierige Lage der Schlachthöfe. Laut Reichenspurner schreiben derzeit nur drei Schlachthöfe in Deutschland schwarze Zahlen. In Bayern bestehe derzeit die Gefahr, dass auch der Schlachthof Landshut verloren geht.

Zukünftig weniger Ferkelimport

Außerdem könnten immer weniger Ferkel importiert werden. Bisher kommen pro Jahr 6,4 Millionen Ferkel aus Dänemark und 3,1 Millionen aus den Niederlanden nach Deutschland. Doch werden diese Zahlen drastisch weniger. In den Niederlanden läuft ein Programm zum Abbau der Schweinehaltung, über das die Zahl der Zuchtsauen um 120.000 reduziert wird. Gleichzeitig stocke Dänemark die Schweinemast auf, sodass immer mehr Ferkel im Lande bleiben.

Hinzu komme ein rückläufiger Fleischverzehr. Mit 53 Kilo pro Kopf und Jahr sei er in Deutschland im Vergleich zu den großen Nachbarländern niedrig. Nach wie vor nicht zu unterschätzen sei die Bedrohung der Schweinehaltung durch die Afrikanische Schweinepest (ASP). Der Leiter des Ansbacher Veterinäramtes sagte, dass das Thema nicht nur die Schweinehalter, sondern die gesamte Bevölkerung angehe, auch wenn das viele nicht hören wollen. Alle Fälle in Westdeutschland ließen sich auf mitgebrachte Wurstbrotzeiten von Erntehelfern aus Osteuropa zurückführen. Werde im Wald ein Kadaver eines verendeten Wildschweines entdeckt, sollte dies dringend gemeldet werden.

Keine Gefahr für Hund und Mensch

Problematisch sei in diesem Zusammenhang die Freilandhaltung. Hat sich ein Schwein infiziert, ist es in jedem Fall tödlich, auch wenn es gewisse Zeit dauert bis es stirbt. Die Ansteckung erfolge nur dann, wenn ein Schwein eine gewisse Virusmenge über den Fraß aufnehme. Ungefährlich ist ASP für den Menschen und auch für die Hunde, sagte Dr. Zechmeister.

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Von Fritz Arnold
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