Ex-Ministerpräsident Beckstein sorgt sich bei Neujahrsempfang | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.01.2024 12:45

Ex-Ministerpräsident Beckstein sorgt sich bei Neujahrsempfang

Blickten auf 2024 (von links): Sven Waidmann, außen- und sicherheitspolitischer Sprecher des Ortsverbands, stellvertretender Ortsvorsitzender Martin Fischer, Vorsitzender Martin Günther, stellvertretender Ortsvorsitzender Jens Gärtner, Ehrengast Dr. Günther Beckstein sowie Altbürgermeister Werner Schellmann. (Foto: Johannes Flierl)
Blickten auf 2024 (von links): Sven Waidmann, außen- und sicherheitspolitischer Sprecher des Ortsverbands, stellvertretender Ortsvorsitzender Martin Fischer, Vorsitzender Martin Günther, stellvertretender Ortsvorsitzender Jens Gärtner, Ehrengast Dr. Günther Beckstein sowie Altbürgermeister Werner Schellmann. (Foto: Johannes Flierl)
Blickten auf 2024 (von links): Sven Waidmann, außen- und sicherheitspolitischer Sprecher des Ortsverbands, stellvertretender Ortsvorsitzender Martin Fischer, Vorsitzender Martin Günther, stellvertretender Ortsvorsitzender Jens Gärtner, Ehrengast Dr. Günther Beckstein sowie Altbürgermeister Werner Schellmann. (Foto: Johannes Flierl)

„Was bringt 2024?“ Diese Frage hat der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein beim Neujahrsgespräch der Bechhöfer CSU beleuchtet. Es waren etwa 50 Gäste gekommen. Zu Beginn trug sich Beckstein in das Goldene Buch der Marktgemeinde ein.

Die Veranstaltung war kurzfristig auf Vermittlung des Bechhöfer Altbürgermeister Werner Schellmann zustande gekommen. Der Vorsitzende des Bechhöfer CSU-Ortsverbandes, Martin Günther, begrüßte die Anwesenden, bevor Beckstein zum Thema des Abends referierte.

Trump, Russland, Nahost und der Iran - und auch noch China

Der Redner spannte einen weiten Bogen: Zunächst stellte er fest, dass man zu Beginn eines schwierigen Jahres stehe, da sich die Welt in Unordnung befinde. Beckstein ging auf den Krieg Russlands in der Ukraine, den Nahost-Konflikt und die problematische Rolle des Irans ein. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Bundesrepublik in keine Konflikte hineingezogen werde.

Beckstein gab dann einen Ausblick auf die kommenden Präsidentenwahlen in den USA, die sich wohl wieder zwischen Donald Trump und Joe Biden entscheiden würden. Zudem wies er auf eine drohende Eskalation zwischen der Volksrepublik China und Taiwan hin.

Wirtschaftspolitische Herausforderung

Wirtschaftspolitisch stehe Deutschland vor einer großen Herausforderung. Es gelte, einen Transformationsprozess zu bewältigen: Bislang sei Energie preiswert verfügbar gewesen und nur die Lohnkosten hoch gewesen. Nun gelte es, mit explodierenden Energiepreisen und zugleich einer Reduzierung des CO2-Ausstosses zu agieren. An die Politik stellte Beckstein eine zentrale Forderung: Man müsse wieder lernen, mit den eingenommenen Steuergeldern auch auszukommen. Denn eine starke Verschuldung gehe zulasten künftiger Generationen.

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Der frühere Innenminister äußerte sein Unverständnis über die geplante Freigabe bislang illegaler Rauschmittel. Hinsichtlich des Lokführerstreiks konstatierte Beckstein, dass Fachkräftemangel und die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung nicht zusammenpassten.

Zuversicht trotz aller Krisen

Angesichts der kommenden Europawahl plädierte er für eine Stärkung der Europäischen Union. Die Demokratie in Deutschland brauche aktive Demokraten. Beckstein schloss sein Referat mit dem Bekenntnis, dass er trotz aller Krisen zuversichtlich in die Zukunft blicke und dankbar für die Lebensumstände in Bayern sei, die von Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Wohlstand geprägt seien.

Im Anschluss an den Vortrag entspann sich eine lebhafte Diskussionsrunde, die von Sven Waidmann als außen- und sicherheitspolitischem Sprecher des CSU-Ortsverbands moderiert wurde. Beckstein stellte klar, dass ihn sehr interessiere, was die Leute vor Ort dächten. So könne man die allseits beklagte Distanz zwischen Politik und Bürgern verringern.


Von Johannes Flierl
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